Rewe International: Rewe 2015 stabil erfolgre...
 
Rewe International

Rewe 2015 stabil erfolgreich in Österreich und CEE: +2,81 Prozent

Rewe International AG
Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der Rewe International AG © Rewe International AG
Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der Rewe International AG © Rewe International AG

Die Rewe International AG verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr am Heimmarkt Österreich einen Umsatz von 8,14 Milliarden Euro.

Besonders erfolgreich entwickelte sich das Vollsortiment, das mit einem Umsatzplus von 2,68 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum deutlich über Markt gewachsen ist. Gesteigert wurde auch erneut der Umsatz in den sieben von Wiener Neudorf aus gesteuerten CEE-Märkten – um insgesamt 5,63 Prozent (wechselkursbereinigt, in Landeswährung). Der endgültige Wegfall des italienischen Marktes, aus dessen Vollsortimentsgeschäft sich die Rewe International AG 2014 zurückgezogen hat, ist dafür verantwortlich, dass der Gesamtumsatz der Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt 12,54 Mrd. Euro zurückgegangen ist. Abzüglich des nicht fortzuführenden Geschäfts sowie wechselkursbereinigt ergibt sich jedoch ein Gesamtumsatzwachstum von plus 2,81 Prozent. Rewe International AG bleibt mit einem Marktanteil von 34,4 Prozent deutlich die Nummer eins im österreichischen Lebensmittelhandel und wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2016 Investitionen in Höhe von rund 400 Mio. Euro tätigen, davon 300 Mio. Euro am Heimmarkt Österreich.

Stabile Marktsituation

Die Marktsituation im Einzelhandel 2015 war stabil. Geprägt wurde sie unter anderem durch den geringsten Preisanstieg der letzten Jahre, eine weiterhin stabile Beschäftigungssituation sowie einen Umsatzanstieg im Onlinehandel. Die Preise für Lebensmittel haben sich im Jahresvergleich nur um plus 0,8 Prozent verändert und sind damit unter der Inflationsrate gestiegen, die bei 0,9 Prozent lag (Quelle: KMU Forschung Austria, Statistik Austria). Die Preisveränderung der Endverbraucherpreise bei Rewe International AG lag bei 0,45 Prozent (gegenüber 0,4 Prozent 2014). Laut AC Nielsen wuchs der heimische Lebensmitteleinzelhandel (Vollsortiment) gesamt 2015 um 1,7 Prozent (gegenüber 0,3 Prozent im Jahr davor). Die Rewe International AG wuchs somit im Lebensmitteleinzelhandel mit einem Anstieg von 2,68 Prozent deutlich über Markt.

Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der Rewe International AG, zieht angesichts der Veröffentlichung des Jahresergebnisses zufrieden Bilanz: „Nach schwierigen Jahren für den Einzelhandel ging es 2015 für die gesamte Branche leicht aufwärts. Und wir stellen angesichts der Ergebnisse fest, dass sich die Rewe International AG in allen Bereichen noch etwas besser als der Gesamtmarkt entwickelt hat. Alle unsere Vertriebsschienen haben sehr gute Arbeit geleistet. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel ist deutlich gewachsen – neben unserer seit Jahren stabil wachsenden größten Handelsfirma Billa auch Merkur, der im abgelaufenen Jahr sehr erfolgreich neu positioniert wurde, und ebenso Penny, der seinen Platz im hart umkämpften österreichischen Diskonter-Markt gefestigt hat.“

Das Wachstum im Lebensmitteleinzelhandel

Der Umsatz von Billa wuchs nach zwei Rekordjahren erneut um 2,67 Prozent. Merkur konnte ein Umsatzplus von 2,70 Prozent verzeichnen, und Penny zeigte mit 1,16 Prozent über dem Umsatz des Vergleichszeitraums ebenfalls eine Steigerung. Bipa konnte aufgrund des starken Preiswettbewerbs mit deflationären Tendenzen im heimischen Drogeriefachhandel das hohe Umsatzniveau von 2014 knapp nicht halten (–1,10 Prozent). Bei den selbstständigen Einzelhändlern der Adeg wurde der Bereinigungsprozess bei kleinen Flächen weiter fortgesetzt, die Umsatzentwicklung konnte weiter verbessert werden. Das Großhandelsgeschäft, das ebenfalls unter dem Dach der Adeg AG geführt wird, hat diesen Abschmelzungsprozess kompensieren können (Adeg AG Gesamtumsatz mit –0,10 Prozent gegenüber -0,74 Prozent 2014) – unter anderem durch die positive Entwicklung bei der Tankstellenbelieferung. Hervorzuheben sind auch die enormen Wachstumsraten im Bereich des Onlinehandels, allein bei Billa konnten die Online-Umsätze 2015 im Jahresvergleich um 130 Prozent gesteigert werden.

Die Auslandsmärkte entwickeln sich erfolgreich

Der Umsatz in den sieben CEE-Märkten Bulgarien, Kroatien, Russland, Slowakei, Tschechische Republik, Ukraine und Rumänien, deren Vollsortimentsgeschäft von Wiener Neudorf aus gesteuert wird (konnte 2015 wechselkursbereinigt um 5,63 Prozent gesteigert werden. Erneut besonders positiv entwickelten sich Bulgarien (plus 11,06 Prozent) und Russland, wo mit einem Umsatzplus von wechselkursbereinigt 9,61 Prozent trotz der schwierigen Gesamtlage erneut die Ziele in Landeswährung erreicht werden konnten. Auch die Ukraine konnte unter schwierigsten Bedingungen mit einem Umsatzplus in Landeswährung von 22,11 Prozent operativ erfolgreich abschließen.

Regionalität auch in Zentral- und Osteuropa

Die Billa-Eigenmarke hat sich in allen Ländern stark entwickelt, das gilt für alle ihre Segmente, darunter unter anderem Premium und Bio. Regionalität und Lokalität haben auch in den mittel- und osteuropäischen Ländern immer mehr Bedeutung. Billa trägt dem mit einer steigenden Anzahl lokaler Produkte sowie einer engen Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten und Landwirten Rechnung und forciert seine Bestrebungen in diese Richtung auch 2016 weiter. In Bulgarien hat Billa als erster Lebensmittelhändler vor kurzem seinen Lagebericht zur Nachhaltigkeit veröffentlicht. Es ist zudem der erste in den CEE-Märkten der Rewe-Group. In Bulgarien, Russland, in der Slowakei und in Tschechien konnte zudem die Expansion beschleunigt werden. Im vergangenen Jahr wurden in diesen Ländern gesamt 21 Filialen neu eröffnet, davon allein sieben in Bulgarien, fünf in Russland, vier in der Slowakei und fünf in Tschechien. In Russland wurde 2015 die 100. Billa-Filiale eröffnet. Im Dezember 2015 wurde die Trennung vom Supermarktgeschäft in Rumänien bekannt gegeben, die insgesamt 86 BILLA-Supermärkte werden an Carrefour veräußert.

Mehr Arbeitsplätze

In Österreich waren zum Jahresende 357 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (plus 0,8 Prozent) mehr beschäftigt als Ende 2014. Die Rewe International AG liegt damit über dem Branchenschnitt von plus 0,4 Prozent Beschäftigungszuwachs im heimischen Einzelhandel. In den Märkten Zentral- und Osteuropas wurden 2015 insgesamt 204 neue Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt hat die Rewe International AG 2015 den Personalstand zwar leicht reduziert – dies ist jedoch auf den Wegfall von Billa Italien zurückzuführen. Einen hohen Stellenwert hat weiterhin auch die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – rund 1.700 junge Menschen machen zurzeit in Österreich eine Lehre bei Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg oder in den Zentralbereichen der Rewe International AG. 2016 werden erneut rund 700 neue Lehrlinge aufgenommen werden.

Vorstandsvorsitzender Frank Hensel resümiert das Jahr 2015: „Wir haben unsere Hausaufgaben in den vergangenen Jahren gemacht und konnten daher auch in den schwierigen Jahren stetig wachsen. Das stimmt mich positiv für die weitere Entwicklung, auch wenn kein großer konjunktureller Aufschwung zu erwarten ist, sich die Rahmenbedingungen im Handel dynamisch ändern und Umbrüche immer schneller voranschreiten. Unser Erfolgsrezept wird auch 2016 sein, diesen Herausforderungen mit smarten und innovativen Lösungen aktiv zu begegnen und uns dabei auf jene Bereiche zu fokussieren, in denen wir heute schon Vorreiter sind: allen voran die Nachhaltigkeit, insbesondere im Sortiment, aber auch der Online- bzw. Omnichannel-Handel, den wir über die Jahre kontinuierlich ausgebaut haben und dessen dynamisches Wachstum uns schon heute viel Freude bereitet.“

Hier die Unternehmenskennzahlen 2014/2015 der Rewe International AG als PDF:
stats