Rewe International: Ein bewegtes Jahr
 
Rewe International

Ein bewegtes Jahr

Billa/Dusek, Merkur/Mathias Brabetz

Rewe International lässt 2020 Revue passieren und blickt auf ein Jahr zurück, in dem Hamsterkäufe, Onlineshops und das Non-Food-Sortiment relevante Themen waren.

Eigentlich hat das vergangene Jahr recht normal angefangen, doch spätestens mit dem ersten Lockdown war klar, dass 2020 anders wird - auch für Rewe International. Im März waren Germ und Klopapier enorm beliebte Artikel, die den Österreichern ein Sicherheitsgefühl gaben. Wie der Handelskonzern ausgerechnet hat, würden die im ersten Lockdown gekauften Klopapierrollen ausgebreitet eine Strecke von 10.000 Kilometern abdecken - die Distanz von Wien bis nach Los Angeles. Der verkaufte Germ reichte außerdem für 4 Millionen Striezel. Auch Seife war gefragt: Innerhalb der ersten fünf Monate  wurde so viel davon verkauft, wie die Stadt Graz in einem Jahr verbraucht. Außerdem waren Vitamine in - es wurde ein Viertel mehr Zitrusfrüchte abgesetzt als im Vorjahreszeitraum.

Die Pandemie sorgte branchenübergreifend für eine gestiegene Nachfrage in den Onlineshops. Alleine bei Billa stieg die Anzahl der Bestellungen um 80 Prozent, weshalb das Angebot innerhalb kürzester Zeit ausgebaut und zusätzliche Lieferfenster geschaffen wurden. Des Weiteren wurde das Click&Collect-Netzwerk von Billa erweitert, das nun bereits 400 Standorte umfasst.

Im Juli begann die Neustrukturierung innerhalb des Konzerns: Billa und Merkur wurden zu Billa Merkur Österreich zusammengelegt, um die Synergien der beiden Vertriebsschienen zu erhöhen. 

Exoten zu Hause

2020 war aber auch der Start eines außergewöhnlichen Projekts von Rewe International: In Zusammenarbeit mit heimischen Landwirten werden seit dem vergangenen Jahr Zitronen, Ingwer, Feigen, Wassermelonen, Reis, Süßkartoffeln, Bio-Erdnüsse, Physalis und Gojibeeren in Österreich angebaut - allesamt Lebensmittel, die hierzulande bislang nicht kultiviert wurden. Allein bei Billa finden jährlich rund 62.000 Tonnen heimisches Obst und Gemüse den Weg in die Regale. 100 Prozent Österreich gibt es bei Frischfleisch und -geflügel, frischen Eiern, Brot und Gebäck sowie Frischmilch. Bei Penny wurde auf zusätzlichen Service in Form der Filial-Fleischhauer gesetzt, die in 216 Standorten tätig sind.

Gemeinnützige Projekte wie "Blühendes Österreich" für den Naturschutz oder "Aufrunden bitte" vom Penny Familienfonds wurden auch im Krisenjahr vorangetrieben. Alleine im vergangenen Jahr hat Rewe International Lebensmittel im Wert von 20 Millionen Euro an soziale Einrichtungen gespendet.

Den beliebtesten Tweet von Billa verdankte die Handelskette übrigens dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump, der in Österreich Waldstädte mit explodierenden Bäumen vermutet. Das Social-Media-Team von Rewe hat daraufhin eine idyllische Waldhütte mit dem bekannten Billa-Schriftzug darauf gepostet, was für mehr als 4.000 Interaktionen gesorgt hat.

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