Coronavirus: Händler impfen gemeinsam
 
Coronavirus

Händler impfen gemeinsam

Lidl Österreich
Durch die Kooperation impfen Rewe und Lidl ihre Mitarbeiter schneller durch.
Durch die Kooperation impfen Rewe und Lidl ihre Mitarbeiter schneller durch.

Rewe International kooperiert mit Lidl, um die Mitarbeiter durchzuimpfen. Auch Spar, Hofer und Metro starten noch im Mai den Betrieb an den Impfstraßen. Hofer erhält Zusage

Ab 19. Mai haben die Mitarbeiter beider Handelsketten an den Firmenstandorten in Wien und Wiener Neudorf, sowie in Privatkliniken in Salzburg, Graz, Wien und an öffentlichen Impfstraßen ihre ersten Termine. "Das Angebot der Impfung ist nicht nur ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für die großartige Leistung der Mitarbeiter des Lebensmittelhandels in der Pandemie. Bezeichnend ist auch, dass sich hier zwei Wettbewerber im Sinne der Sache zusammentun", so Alessandro Wolf, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Lidl Österreich.

Die gemeinsamen Impforte und Impftermine werden zwischen den Unternehmen koordiniert. "Beispielsweise können Lidl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niederösterreich unsere Impfstraßen nutzen, im Gegenzug nutzen Rewe-Mitarbeiter in Salzburg die Impfinfrastruktur von Lidl Österreich. Wir freuen uns, damit nicht nur vielen Mitarbeiter die Impfung zu ermöglichen, sondern auch ein starkes Zeichen des Miteinanders zu setzen", so Marcel Haraszti, Vorstand von Rewe International.

Spar richtet Impfstraßen ein

23 Impfstraßen über alle 9 Bundesländer verteilt hat SPAR eingerichtet. Dabei werden zu einem Drittel bestehende Impfstraßen mitbenützt, zu zwei Dritteln eigene Impfstraßen eingerichtet, immer in enger Absprache mit den örtlichen Behörden. Die Belegschaft von SPAR arbeitet an rund 1.600 verschiedenen Standorten und Ziel dabei war, dass niemand weit zum Impfen fahren muss.

"Wir sind sehr froh, dass wir bei dieser Aktion mitmachen können und so unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die seit Monaten an vorderster Front stehen, frühzeitig einen guten Schutz anbieten können. Vor der Urlaubszeit kommt diese betriebliche Impfung jetzt auch gerade Recht. Wir hoffen, dass möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses einzigartige Angebot annehmen. Es bedeutet ein großes Stück mehr Sicherheit und Normalität für jeden Einzelnen, die Firma und die Gesellschaft", so Spar-Vorstandsvorsitzender Fritz Poppmeier. Bereits 10.000 der 50.000 Spar-Mitarbeiter sind schon angemeldet, ab 17. Mai starten die ersten Termine.

Auch bei Hofer wird geimpft: Ab 17. Mai wird den Mitarbeitern eine Immunisierung mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer angeboten. Dafür hat der Diskonter nun auch die finale Zusage seitens der Regierung erhalten. Laut Aussendung wird an mehreren österreichweit verteilten Standorten geimpft, mehrere Tausend Hofer-Mitarbeiter haben sich bereits angemeldet.

Und auch Metro gibt bekannt, dass ab 19. Mai die Mitarbeiter der 12 Großmärkte geimpft werden. Pro Standort wird je ein Koordinator ernannt, der oder die sich um die Organisation einer Impfstraße kümmert. Bislang haben sich 2.000 hausinterne Personen für angemeldet. Metro Österreich CEO Xavier Plotitza: "Ich freue mich sehr, dass wir in punkto Sicherheit nun endlich die betriebliche Impfung durchführen können und damit den Schutz vor einer Corona-Infektion für alle METRO Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immens erhöhen. Es ist beruhigend, denn unsere Leute sind seit Tag 1 der Pandemie extrem gefordert und leisten Enormes. Der 19. Mai ist also nicht nur für unsere Kunden, die ihre Türen wieder öffnen dürfen, ein Feiertag, sondern auch für uns." Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, dass sich Mitarbeiter, deren Angehörige und Freunde sowie Metro-Kunden durch medizinisches Personal kostenfrei testen lassen können. 

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