Rewe International: Rewe mit „Da komm' ich he...
 
Rewe International

Rewe mit „Da komm' ich her“

Rewe International AG/APA/Hörmandinger
Frank Hensel gab beim 5. Rewe Stakeholderforum den Startschuss für die regionale Eigenmarke „Da komm' ich her“. © Rewe International AG/APA/Hörmandinger
Frank Hensel gab beim 5. Rewe Stakeholderforum den Startschuss für die regionale Eigenmarke „Da komm' ich her“. © Rewe International AG/APA/Hörmandinger

Beim 5. Rewe Group Stakeholderforum, das den Auftakt für die Nachhaltigkeitswochen des Konzerns – sie dauern bis 24. September – bildet, präsentierte Vorstandsvorsitzender Frank Hensel die neue Eigenmarke „Da komm' ich her“ und schilderte, wie er die Rolle des Handels in der Zukunft sieht.

Mit „Da komm' ich her“ (www.dakommichher.at) knüpft die Rewe International AG an das große Thema Regionalität an und bringt knapp vierzig saisonale Obst- und Gemüseprodukte in die Läden von Billa, Merkur und Adeg, wo möglich, nach den Pro Planet-Richtlinien erzeugt. Die logistische Herausforderung, die sich daraus naturgemäß ergibt, nimmt man aus Überzeugung an. Denn Regionalität schaffe nicht nur Vertrauen bei den Konsumenten, sondern sei im Sinne der Nachhaltigkeit, zu der sich das Unternehmen bekennt, ein noch stärker auszubauendes Element.

Der Frage, wie man als Händler ein verlässlicher Partner des Konsumenten sein könnte, in dem dieser absolut auf die Leistungsfähigkeit des Handels vertrauen kann, ging man anhand einer Studie auf den Grund, für die Rewe gemeinsam mit dem GDI/Gottlieb Duttweiler Institute zusammenarbeitete. „Die Rolle des Handels in der Zukunft des guten Konsums“ war das Studienthema – die Ergebnisse, von GDI-CEO David Bosshart präsentiert, sind eindeutig: Der Handel wird in Zukunft die Rolle des Innovators, Moderators und Kurators konsequent übernehmen müssen und sich den Konsumentenbefindlichkeiten öffnen müssen. Und diese – unter dem Schlagwort „Cool sein“ - sind in der heutigen globalen Welt, sagt Bosshart, sehr herausfordernd: Man möchte lokal einkaufen, Sicherheit haben, Vertrauen erleben, freundschaftlich miteinander umgehen, vernetzt sein und dabei soll alles überschaubar sein. Der Leitspruch „Global denken, regional handeln und lokal leben“ sei jener des guten Lebens, den die Menschen ersehnen und immer öfter auch leben.

Die Rewe International, so Vorstandsvorsitzender Frank Hensel, hätte in diesem Sinne und im Sinne des umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements schon seit Jahren Verantwortung übernommen und wird diesen Weg weiter beschreiten. Obwohl so manche mit großem Engagement getragene Maßnahme – wie etwa der Versuch, Hühnerfleisch aus dem Billig-Eck rauszuholen, indem man bessere Lebensbedingungen für die Hühner schafft – von den Konsumenten nicht gewürdigt werden. Der anfallende höhere Preis wurde nicht akzeptiert, angefeuert wurde dies noch durch die scharfe Preispolitik der Mitbewerber, erinnert sich Hensel. Von einzelnen Misserfolgen lässt man sich jedoch vom Weg der Nachhaltigkeit nicht abbringen, auch „wenn wir oft in Projekte gehen, von denen wir nicht wissen, ob sie funktionieren“, sagt Hensel. Im Sortimentsbereich ginge es auch darum, Signale zu geben, wie etwa mit den „Wunderlingen“, bei denen es sich um keine riesigen Mengen, aber um ein Signal gegen die Wegwerfgesellschaft handle. Mehr als ein Signal ist die Zielsetzung „als erste im österreichischen Lebensmittelhandel“ (Hensel) bei Eigenmarken die Umstellung auf zertifiziertes Palmöl bis Jahresende geschafft zu haben. Und für nachhaltige Eigenmarken wie auch für solche Markenartikel gilt, dass sie jährlich stärker wachsen müssen wie andere Produkte, nämlich um fünf Prozent.

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