Rewe International AG: Rewe weist Generalverd...
 
Rewe International AG

Rewe weist Generalverdacht der BWB entschieden zurück

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Corinna Tinkler, Unternehmenssprecherin der Rewe International AG © Rewe
Corinna Tinkler, Unternehmenssprecherin der Rewe International AG © Rewe

In einer OTS-Aussendung reagierte die Rewe International AG auf Aussagen der Bundeswettbewerbsbehörde, an deren Spitze Generaldirektor Dr. Theodor Thanner steht, gegenüber Medien.

Corinna Tinkler, Unternehmenssprecherin der Rewe International AG, hält darin fest: "Wir weisen den Generalverdacht, der durch die Beschuldigung der Bundeswettbewerbsbehörde entsteht, entschieden zurück. Unsere MitarbeiterInnen werden in den Bereichen Compliance und Kartellrecht geschult und sind angewiesen, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Es handelt sich hier um laufende Ermittlungen, zu denen wir rein rechtlich nichts sagen dürfen. Bis dato ist nicht einmal die Hausdurchsuchung abgeschlossen", so Tinkler. Die Aussagen werden derzeit über die Medien getroffen, ohne dass es ein Endergebnis der Untersuchung gebe. Das sei Rufschädigung. Tinkler: "Wir fordern die Bundeswettbewerbsbehörde auf, die gesetzliche Amtsverschwiegenheit zu wahren und keine mediale Vorverurteilung vorzunehmen und dadurch Verunsicherung auszulösen." 

Diese Sicht der Dinge teilt man bei der BWB offenbar nicht, denn Thanner meldete sich kurz darauf bei der Kronen-Zeitung zu Wort. Dort wird er u. a. wie folgt zitiert: "Wir haben die 'smoking gun', also die rauchende Pistole, schon gefunden!" Und weiter: "Unser junges Team hat toll gearbeitet, wir wollen noch vor Ostern den ersten Antrag ans Kartellgericht stellen. "In die Preisabsprachen sind laut Verdacht der BWB die Rewe International AG, Lieferanten und weitere nicht genannte Handelsunternehmen involviert, was den Tatbestand eines Sternkartells darstellen würde. Wenn sich dies bestätigt, wird die Causa an das Kartellgericht weitergegeben. 

Vielen Brancheninsidern ist es rätselhaft, wie sich der Verdacht dingfest machen lassen sollte und welche diesbezüglichen Unterlagen Thanner gefunden haben könnte. Die Preisbildung allein bei den Händlern, die im Sinne ihres Marktauftrittes sukzessive an der Preisschraube nach unten drehen, um für die Konsumenten der beste Anbieter zu sein, wodurch sich durch die Bank ein ähnliches Preis- und Aktionsgefüge ergibt, kann es wohl nicht sein. 
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