AMA : RollAMA 2016 stellt Mengenreduktion im ...
 
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RollAMA 2016 stellt Mengenreduktion im LEH fest

AMA/APA/ Juhasz
AMA-Marktforscherin Micaela Schantl und Geschäftsführer Michael Blass präsentieren die aktuellen Zahlen der RollAMA. © AMA/APA/ Juhasz
AMA-Marktforscherin Micaela Schantl und Geschäftsführer Michael Blass präsentieren die aktuellen Zahlen der RollAMA. © AMA/APA/ Juhasz

Österreicher gehen im Schnitt weniger oft einkaufen und essen immer öfter außer Haus. Was die Menge angeht, sei der Plafond daher erreicht, glaubt AMA-Marktforscherin Micaela Schantl.

Der durchschnittliche österreichische Haushalt gab im vergangenen Jahr monatlich 140 Euro für Frischeprodukte aus, geht aus der dieser Woche präsentierten RollAMA-Marktanalyse 2016 hervor. Davon ausgenommen sind Brot und Gebäck, da diese von der RollAMA nicht erfasst werden. Während die Menge zurückging, stieg der Wert der gekauften Frischeprodukte. AMA-Marktforscherin Micaela Schantl führt dies vor allem darauf zurück, dass mehr Bio-Produkte gekauft wurden, die bekanntlich einen höheren Preis haben. Den wertmäßig größten Anteil nehmen Fleisch und Fleischwaren, Milchprodukte sowie Obst und Gemüse ein. Gerade beim Fleisch wurde ein Mengenrückgang festgestellt, der laut Schantl nicht nur an den Preisen liegt, sondern am Qualitätsanspruch. Konsumenten würde demnach mehr auf Qualität achten und lieber seltener Fleisch essen, dafür aber qualitativ hochwertigere Produkte kaufen.

Die mengenmäßig stärksten, heimischen RollAMA-Produkte sind Milch, Erdäpfel und Äpfel, die umsatzstärksten Schnittkäse, Schweine- und Rindfleisch sowie Schinken. Das absatzstärkste Produkt ist die ESL-Milch. Einen Boom erleben auch Lebensmittel für den schnellen Einsatz in der Küche. Dazu gehört aufgeschnittene Ware in der Selbstbedienung ebenso wie Fleischteile für die flotte Küche und vorgeschnittenes Gemüse. 

Mengenrückgang im LEH
Generell stellt Schantl fest, dass der Plafond erreicht ist, was die eingekaufte Menge angeht, da immer mehr Menschen außer Haus essen. Die Einkaufsfrequenz sei gesunken und das mache es gerade für Produkte, die von Spontankäufen leben, schwer, so Schantl. 2016 gingen die Konsumenten im Schnitt zehn Mal weniger pro Jahr einkaufen als 2011. Ein wenig gestiegen sind dafür die Ab-Hof-Einkäufe: 26 Prozent der RollAMA-Haushalte kaufen mindestens einmal pro Jahr am Bauernmarkt oder im Hofladen ein. Eier werden am häufigsten direkt beim Landwirt bezogen. Einen ebenfalls hohen Anteil in der Direktvermarktung verzeichnet Milch mit zwölf Prozent.


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