Spar: Sattes Plus im In- und Ausland
 
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Sattes Plus im In- und Ausland

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Mit 12,15 Milliarden EuroUmsatz und einem Plus von vier Prozent kann die Spar Österreich Gruppe eine überaus zufriedene 2011er-Bilanz ziehen. Bis auf Hervis bilanzierten sämtliche Vertriebskanäle positiv.

Während Nielsen für Österreich im Jahr 2011 ein Branchenwachstum von 2,9 Prozent meldet, liegt jenes der Spar deutlich darüber. So wuchs der Umsatz der Spar Österreich Gruppe – Lebensmittelhandel, Sportfachhandel und Shopping-Center – um 3,8 Prozent auf 12,15 Milliarden Euro. Sehr erfreulich dabei: In jedem einzelnen Land, in dem die Spar tätig ist – Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, Tschechien und Kroatien – konnte ein Umsatzplus erzielt werden.


Rund 73.500 Menschen waren im abgelaufenen Geschäftsfjahr bei der Spar Österreich Gruppe beschäftigt, 38.800 davon alleine in Österreich. 750 neue Arbeitsplätze wurden 2011 in Österreich geschaffen und 20.700 MitarbeiterInnen – immerhin 53 Prozent aller in Österreich beschäftigten –haben sich im Rahmen von 666 Fach- und Führungsseminaren fortgebildet. Beeindruckend: Mit über 2.700 Lehrlingen in 15 Lehrberufen ist und bleibt die Spar auch weiterhin der größte heimische Lehrlingsausbildner. Wobei man auch im heurigen Jahr wiederum rund 900 neue Lehrlinge aufnehmen wird.


Ein Blick auf die Sparte Lebensmittelhandel Inland verrät, dass der Brutto-Verkaufsumsatz der Spar Österreich (ohne Hervis) im Jahre 2011 auf 5,36 Milliarden Euro stieg, was einem deutlich über dem Branchenschnitt (lt. Nielsen 2,9 %) liegenden Wachstum von 4,1 Prozent entspricht. Lut Spar bedeutet das einen weiteren Zugewinn an Marktanteilen.
Geschäftsanzahlmäßig betrachtet konnte die Spar 2011 von 1.502 im Jahr 2010 auf 1.531 expandieren, 1.154 davon sind Spar Supermärkte, 173 Eurospar, 58 Interspar, 7 Maximärkte, 50 Spar Gourmet, 61 Restaurants und 28 Spar express Tankstellenshops. 80 Märkte wurden im Rahmen des Modernisierungsprogramms frisch adaptiert und 70 Märkte neu eröffnet.
Sehr zufrieden stellend verläuft für die Spar die Entwicklung bei den selbstständigen Kaufleuten, stieg diese doch von 717 im Jahr 2010 auf 736 in 2011. Den Löwenanteil dabei hatten die Spar express Tankstellenshops, die mittelfristig von derzeit 28 auf 60 ausgebaut werden sollen.


Neu hinzu kam 2011 das Convenience-Geschäftsformat „Spar Food in the City“, welches derzeit an vier hochfrequentierten Innenstadtlagen in Wien, Salzburg und Innsbruck zu finden ist und hinkünftig an geeigneten Standorten etabliert werden soll. Die Vertriebslinie Interspar hat mit der Eröffnung in Eisenstadt nun sämtliche Landeshauptstädte erobert, wobei man sich seitens der Spar neben einigen Um- und Neubauten vor allem auf die bevorstehenden Neueröffnungen im Bahnhof Wien-Mitte (2012) und im Hauptbahnhof Wien (2014) konzentriert.


Die Sparte Lebensmittelhandel Ausland unter der Führung der Aspiag (Austria Spar International AG) in den oben bereits erwähnten Ländern umfasste 2011 inklusive Kaiser’s in Ungarn und den selbstständigen Kaufleuten in Italien insgesamt 982 Spar- und Eurospar-Märkte sowie 121 Interspar-Märkte. Das Umsatzplus von 4,2 Prozent (wechselkursbereinigt) auf 4,7 Milliarden Euro (immerhin 47 % in der Sparte Lebensmittelhandel) ist aufgrund der Wirtschaftskrise vor allem in den CEE-Staaten umso bemerkenswerter.
In Italien fuhren die 542 Despar-, Despar express- und Eurospar-Outlets sowie die 29 Interspar Hypermärkte mit 1,78 Milliarden Euro ein Plus von 4 Prozent ein. In Slowenien, Tschechien und Kroatien gingen 2011 6 neue Märkte ans Netz, wobei die nunmehr 73 Spar Supermärkte und 13 Interspar Hypermärkte in Slowenien einen Gesamtumsatz von 714 Millionen Euro erwirtschafteten, was einm Plus von 2,9 Prozent entspricht.
In Tschechien konnte mit 5 Spar- und 33 Interspar-Märkten ein sattes Plus von 6,8 Prozent (wechselkursbereinigt) auf 547 Millionen Euro erzielt werden. Die 4 Spar-, und 15 Interspar-Märkte in Kroatien tätigten 2011 einen Umsatz von 263 Millionen Euro, was einem Wachstum von nicht weniger als 15,4 Prozent (wechselkursbereinigt) bedeutet.
Ebenfalls höchst erfreut ist man bei der Spar über Ungarn. Dort konnte man nämlich nach dem Minus im Jahr 2010 wieder ein Umsatzplus von 2,3 Prozent (wechselkursbereinigt) auf 1,4 Milliarden Euro erzielen.


Die Negativspirale, die sich 2011 durch den gesamten Sportfachhandel zog, erwischte auch Hervis. Trotz Expansion mit 11 Neueröffnungen – zurzeit werden 93 Hervis-Märkte im Ausland und 77 im Inland betrieben – musste man ein Minus von 3 Prozent hinnehmen.
Wesentlich erfreulicher hingegen bilanzierte die SES (Spar european Shopping Centers) mit ihren derzeit 24 Shopping Center in Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn und Tschechien. So erwirtschafteten die 13 in- und 11 ausländischen Shopping Center einen Verkaufsumsatz von 2,47 Milliarden Euro, was eine Steigerung um 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor bedeutet.


Extrem stolz ist man bei der Spar auf die rund 3.000 Eigenmarken-Produkte, die 2011 nicht nur ein Umsatzwachstum von 10 Prozent erzielen konnten, sondern auch einen Umsatzanteil von 35 Prozent, wobei das stärkste Wachstum mit jeweils 15 Prozent die bereits zur Kultmarke avancierte S-Budget-Range, die Bio-Marke Spar Natur*pur und Spar free from verzeichnen konnten. Als echter Senkrechtstarter entpuppte sich 2011 die im Herbst davor eingeführte Marke Spar Premium. 140 Produkte gibt es mittlerweile unter diesem Namen und sie ist auch sehr erfolgreich in allen fünf Nachbarländern gelauncht worden. Neu hingegen sind die speziell für die Convenience-Stores kreierte Eigenmarke Spar enjoy sowie die erst kürzlich vorgestellte Linie Spar Veggie.
Auch in Sachen Umweltschutz leistete die Spar mit dem ersten energieautarken Supermarkt Österreichs, dem ersten Vollhybrid-Lkw und der Kooperation mit dem WWF in Sachen Fisch Pionierarbeit. Insgesamt betrug das Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr 450 Millionen Euro.


Das heurige Jahr steht für die Spar einerseits ganz im Zeichen von weiteren Convenience Stores und Interspar-Eröffnungen. Sämtliche Aktivitäten in Sachen Klima- und Umweltschutz werden weiter vorangetrieben, sortimentsmäßig  will man auch weiterhin regionale Produkte forcieren und die Eigenmarkenrange ausbauen.
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