Caritas: Schenken mit Sinn im Pop Up Store au...
 
Caritas

Schenken mit Sinn im Pop Up Store auf der Mariahilfer Straße

Gregor Buchhaus
V.l.n.r.: Clemens Foschi (Projektleiter), Richard (reStart Caritas Beschäftigungsprojekt für Jugendliche), Klaus Schwertner (Generalsekretär der Caritas Wien) und Ariane Gollia (Shopleiterin). © Gregor Buchhaus
V.l.n.r.: Clemens Foschi (Projektleiter), Richard (reStart Caritas Beschäftigungsprojekt für Jugendliche), Klaus Schwertner (Generalsekretär der Caritas Wien) und Ariane Gollia (Shopleiterin). © Gregor Buchhaus

Das Ziel ist es, nachhaltige Verbesserungen durch Projekte mit lokalen Partner zu schaffen.

„Kauf eine Ziege“, so der Name eines neuen Pop Up Stores auf der Wiener Mariahilfer Straße 77, der von der Caritas betrieben wird. Um Menschen im In- und Ausland helfen zu können, wurden mit lokalen Partnern Projekte erarbeitet, um nachhaltig Verbesserungen zu schaffen. Beim „Schenken mit Sinn“ wird Menschen in Not geholfen. So kann man etwa eine Ziege symbolisch im Wert von 30 Euro für alleinstehende Frauen in Äthiopien kaufen. So ist es möglich, Weihnachtsgeschenke mit einem sozialen Mehrwert zu erstehen.

Im Pop Up Store werden aber noch weitere Produkte aus sozialen Projekten angeboten. So etwa von der Kreativwerkstatt reStart, in der Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen „upcycling“ betreiben: Aus Fahrradketten werden Schlüsselanhänger, aus Kaffeekapseln wird Modeschmuck, aus Tetra-Paks entstehen Einkaufstaschen. Das Projekt magdas Design wird in den Werkstätten der Caritas betrieben, wo Produkte in feiner Handarbeit entstehen. Ebenso kann man Miniaturschuhe um 25 Euro des Schuhmachers Sereja Kandoian erstehen, aus der Gärtnerei „Am Himmel“ kommen feine Marmeladen und Chutneys, Liköre, Sirup und Säfte, Dörrobst, Salze und Tees, die von Menschen mit Behinderung hergestellt werden.

„Jedes Produkt erzählt eine besondere Geschichte“
Das Geschäft wurde am Freitag, den 18. November 2016, eröffnet. „Jedes Produkt erzählt eine besondere Geschichte: Von Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Von langzeitarbeitslosen Menschen oder von Frauen und Männern, die häufig als behindert abgestempelt und darauf reduziert werden, weil wir gewohnt sind zuerst auf die Defizite zu schauen. Diese Produkte zeigen die Schönheit, die Stärken, die Kreativität und Talente dieser Menschen. Und sie ermöglichen allen Christkindln doppelt Freude zu schenken“, betont Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien bei der Eröffnung.

„Die Produkte bereiten nicht nur Freude, sondern verbessern auch das Leben von Menschen in Not im In- und Ausland“, so Clemens Foschi, Projektverantwortlicher des Pop Up Stores.

Möbel im Store können nachgebaut werden
Der Pop Up Store wurde vom Architekturbüro EOOS gestaltet. Die Möbel sind Weiterentwicklungen des „Social Furniture“ Selbstbaumöbelkatalogs, die Anleitungen dazu können für nicht kommerzielle Zwecke unter einer Creative Commons Lizenz nachgebaut und verändert werden.

© Gregor Buchhaus
Gregor Buchhaus
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