ARA/VOEB: Sekundärrohstoffe gewünscht
 
ARA/VOEB

Sekundärrohstoffe gewünscht

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Die Sammlung von Plastikmüll kann quantitativ verbessert werden © Pixababy
Die Sammlung von Plastikmüll kann quantitativ verbessert werden © Pixababy

Da österreichische Recyclingbetriebe recycelte Wertstoffe in ausgezeichneter Qualität liefern, sollten statt Neuware in der österreichischen Industrie vermehrt Sekundärrohstoffe zum Einsatz kommen, regen ARA und VOEB an.

ARA-Vorstand Christoph Scharff und VOEB-Präsident Hans Roth sind überzeugt, dass sich eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft immer stärker etablieren wird. Die Konzentration auf die Nutzung von Wertstoffen werde nicht zuletzt wegen der Ressourcenknappheit bald Geschichte sein. Wer dies erkenne, hätte einen klaren Wettbewerbsvorteil: „Wer die Wahl hat, sollte sich in Zeiten von Ressourcenknappheit für recycelte Wertstoffe entscheiden. Neben dem ökologischen Aspekt verschaffen sich Unternehmen dadurch auch einen klaren Wettbewerbsvorteil“, ist Roth überzeugt. Scharff sekundiert: „Wir unterstützen seit Jahren die Hersteller von Verpackungen, damit hochwertige Sekundärrohstoffe in größtmöglichem Ausmaß genützt werden. Davon profitieren alle: Umwelt, Konsumenten und Wirtschaft.“

Die österreichische Abfallwirtschaft verfüge schon heute über das technische Know-how, um der Industrie hochwertige Sekundärrohstoffe zu liefern. Bei Papier und Glas funktioniert das bereits sehr gut, hier liegen die Recyclingquoten bei 85 % bzw. bei 86 %. Verbesserungsbedarf haben die Kunststoffverpackungen, die erst zu 34 % recycelt werden. Das mag an der Mülltrennung liegen, denn es landen noch immer 600.000 Tonnen Kunststoffe, Papier, Glas und Metalle im Restmüll – und das obwohl Österreich auf dem Gebiet der Mülltrennung Vorreiter und EU-weit im Spitzenfeld ist. ARA und VOEB sind sich einig, dass hier Handlungsbedarf besteht. Alle, vor allem aber die öffentliche Hand seien gefordert, die Bevölkerung noch umfassender zu informieren und zu beraten, damit allen klar werde, wie wichtig Mülltrennung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist, schreiben die beiden Institutionen in einer gemeinsamen Aussendung.
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