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EHI Retail Institute

Shopping-Center: Revitalisiert und quartiersorientiert

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Entwicklung der Shopping-Center in Deutschland 1965–2020 © EHI
Entwicklung der Shopping-Center in Deutschland 1965–2020 © EHI

Der große Boom der Shopping-Center-Neueröffnungen ist in Deutschland vorerst vorbei, konstatiert das EHI Retail Institute in einer aktuellen Studie.

Auch wenn 2016 bis Jahresende nur vier Shopping-Center-Realisierungen abgeschlossen sein werden – nachdem 2014 neun und im vergangenen Jahr 13 neue Shopping-Center eröffnet wurden –, lässt sich in der Branche dennoch eine gewisse Dynamik feststellen. Das zeigt die Planung von insgesamt 26 Shopping-Centern, die ab 2017 neu entstehen sollen. Zudem setzen die Investoren nach wie vor verstärkt auf die Revitalisierungen von bestehenden Centern. Diese und weitere Ergebnisse der diesjährigen EHI-Untersuchung „Shopping-Center-Report 2016“ stellt Marco Atzberger, EHI-Geschäftsleitung und Experte für Handelsimmobilien, auf dem „Deutschen Shopping-Center Forum“ von EHI und German Council of Shopping Centers am 10. und 11. Mai 2016 vor.

Insgesamt 476 deutsche Shopping-Center mit einer Gesamtfläche von 15,3 Mio. m2 hat das EHI bis Anfang des Jahres erfasst. Die hohe Dichte an Shopping-Centern in Deutschland sorgt aktuell für ein verlangsamtes Wachstum hinsichtlich Shopping-Center-Neueröffnungen. Revitalisierungsprojekte werden daher bei Centerbetreibern und -entwicklern zunehmend vorangetrieben. Besonders auffällig ist, dass es sich bei mehr als der Hälfte der derzeitig 28 Revitalisierungsprojekte um Umstrukturierung, Modernisierung oder Erweiterung von Handelsimmobilien handelt, die in den Neunziger- und Nullerjahren realisiert wurden. „An dieser Entwicklung lässt sich deutlich die hohe Dynamik des Markts erkennen: Shopping-Center werden in einem Zyklus von etwa zehn Jahren modernisiert. Darüber hinaus zeigt sich, dass sich die Planung der damals realisierten Center zu stark am Bedarf der Zeit orientiert hat“, erläutert Marco Atzberger. Die Planung neuer Shopping-Center konzentriere sich heute besonders auf die Entwicklung von Stadtquartieren. In Zeiten kurzer Wege sollten Orte für den Kunden geschaffen werden, die Einkaufen, Leben, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereinen.
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