Regiodata Research : Shoppingcenter wachsen i...
 
Regiodata Research

Shoppingcenter wachsen immer weiter

Regiodata Research GmbH
Die Fläche der Malls steigt in fast allen Bundesländern. © Regiodata Research GmbH
Die Fläche der Malls steigt in fast allen Bundesländern. © Regiodata Research GmbH

Im Kampf Shoppingcenter vs. Innenstadt legen die Center weiter zu. Ihr Marktanteil am Handelsumsatz ist laut Regiodata auf 28 Prozent gestiegen.

Gemeinsam mit den Fachmarktzentren (Retail-Parks) erreichen die Shopping Malls als „synthetische“ Handelszonen bereits 28 Prozent, die „gewachsenen“ Einkaufsstraßen und Ortkerne hingegen nur ca. 14 Prozent und die Onlineeinkäufe ca. 11 Prozent Marktanteil am Handelsumsatz, so die Ergebnisse einer Studie von Regiodata Research

Betrachtet man nur die österreichischen Shopping Mails liegt der Marktanteil mittlerweile bei knapp 18 Prozent des gesamten inländischen Handelsumsatzes. Einige Neuprojekte und Erweiterungen bestehender Shopping Malls sorgen wieder für einen Umsatzzuwachs. Während vor 10 Jahren die durchschnittliche Größe der Top 100 Shopping Malls in Österreich noch 16.800 qm Verkaufsfläche betrug, liegt sie nun bereits bei 21.500 qm.

Laut den Analysten von Regiodata werden die Zentren weiter wachsen: Von den derzeit 32 (halbwegs realistisch) geplanten Projekten handelt es sich bei 17 um Erweiterungen bereits bestehender Shopping Malls. Wenn man von den beiden großen Langzeit-Projekten (Neubelebung des leerstehenden Uno-Shopping bei Linz und die Erweiterung des Merkur EKZ in St. Pölten) absieht, sind derzeit keine größeren Planungen bekannt. Lediglich mittelgroße Projekte in Neusiedl am See, Bregenz, Liezen, Weiz, Steyr und Wien werden aktuell gebaut.

Mit ca. 360 qm Verkaufsfläche pro 1.000 Einwohnern (Basis: alle Shopping Malls > 5.000 qm Verkaufsfläche) erreicht Österreich einen Spitzenplatz bei der Abdeckung mit Shopping Malls. Laut Regiodata geht jeder Österreicher durchschnittlich 1x pro Woche in eine Shopping Mall. Die belibtesten sind die Shopping City Süd in Vösendorf, das Donauzentrum und Millenium-City in Wien sowie die Malls an Wiener Bahnhöfen.

Die Verteilung der Malls innerhalb des Landes ist sehr unterschiedlich: Wien führt  das Ranking klar an. Hohe Bevölkerungspotenziale und das Interesse ausländischer Immobilieninvestoren haben die Verkaufsflächen in den letzten 10 Jahren in die Höhe getrieben. Erstaunlich ist hingegen die hohe Dichte im Burgenland, wohl eine Folge der relativ liberalen Raumordnung und großflächiger Handelseinrichtungen im Raum Parndorf. Am anderen Ende des Bundesländerrankings liegt Vorarlberg mit seiner für Handelsansiedlungen besonders restriktive Raumordnung.
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