Karstadt/Signa Holding: Signa möchte auch ope...
 
Karstadt/Signa Holding

Signa möchte auch operativ ins Geschäft einsteigen

KaDeWe
Das Berliner Luxus-Kaufhaus KaDeWe ist Teil des Immo-Deals. ©KaDeWe
Das Berliner Luxus-Kaufhaus KaDeWe ist Teil des Immo-Deals. ©KaDeWe

Die Signa Holding des österreichischen Immobilien-Investors Rene Benko will vorbehaltlich der Zustimmung der deutschen Kartellbehörden 75,1 Prozent am operativen Geschäft der Karstadt Premium Group sowie an Karstadt Sports erwerben.

Der deutsch-US-amerikanische Milliardär Nicolas Berggruen will die operative Mehrheit an den 28 Sporthäusern und den drei Premium-Kaufhäusern (KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg, Oberpollinger in München) der österreichischen Signa-Gruppe verkaufen. Kaufpreis werde keiner gezahlt, im Gegenzug investiere Signa jedoch 300 Millionen Euro in die Modernisierung und Stärkung der Karstadt-Gruppe. Bereits Ende 2012 hatte Signa für rund 1,1 Milliarden Euro 17 Karstadt-Warenhäuser - darunter das KaDeWe - als Immobilien, die langfristig an Karstadt vermietet sind, gekauft. Betreiber blieb damals Berggruen. Jetzt will Signa aber auch operativ ins Geschäft einsteigen. Die Berggruen Holding behält bei Zustimmung der Kartellbehörden 24,9 Prozent an der Karstadt Premium Group und Karstadt Sports sowie 100 Prozent an den übrigen 83 herkömmlichen Karstadt-Warenhäusern.

Das Signa-Investment soll der weiteren Sanierung von Karstadt dienen. Der Kaufhaus-Konzern habe den endgültigen Turnaround noch nicht geschafft, sei aber auf einem guten Weg, bescheinigte ihm erst kürzlich in deutschen Medien der scheidende Karstadt-Chef Andrew Jennings. Der geplante Einstieg von Signa fachte aber auch die Gerüchte über eine mögliche Zerschlagung von Karstadt beziehungsweise eine immer wieder kolportierte Fusion mit dem ebenfalls angeschlagenen Konkurrenten Kaufhof-Gruppe des deutschen Handelsriesen Metro erneut an. Signa war vor wenigen Monaten noch mit einem Übernahmeangebot an Kaufhof gescheitert.
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