CASH Handelsforum 2014: Silicon Retail - Fikt...
 
CASH Handelsforum 2014

Silicon Retail - Fiktion oder schon Wirklichkeit?

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Der Berliner Tilo Bonow, Gründer und CEO der Agentur piabo sowie der Strategieberatung enable2grow beschäftigt sich mit Wachstumsberatung für die digitale Wirtschaft. In seinem Vortrag stellte er einige Start-ups rund um den Globus vor, die für mehr Umsatz im Handel sorgen können.

Tilo Bonow ist in seiner beruflichen Laufbahn schon viel herumgekommen und stellte in seinem Vortrag interessante Start-ups rund um den Globus vor, die mit innovativen Ideen den Handel ankurbeln möchten. Vieles davon könnte für Händlerohren wie von einem anderen Stern klingen, doch Bonow ist überzeugt, dass man nicht länger mit Entscheidungen in Richtung Digitalisierung, Apps, Kundenbindung via Smartphone, etc. warten sollte. "Versuchen Sie nicht den Stein der Weisen zu finden, sondern gehen Sie viele kleine Schritte. Seien Sie schnell und akzeptieren Sie, dass ein Schritt auch mal in die Hose gehen kann. Aber investieren Sie weiter, bis Sie den richtigen Hebel für sich gefunden haben und dann seien Sie schnell", rät er dem gespannt lauschenden Freitagspublikum am CASH Handelsforum.

Vorgestellt wurden unter anderem "amazon dash", ein kleines Gerät, mit dem der Konsument Barcodes scannen und direkt online bestellen kann. Mit "Prime Pantry" beliefert Amazon seine Kundschaft über eine online zu füllende Box mit allen wichtigen Dingen des Haushaltes - Milch, Waschmittel, etc. "Was den Kunden treibt ist der Preis und das Service bei Amazon, nicht die Emotion und das Werteversprechen - Waschmittel wird emotionslos gekauft, weil es gebraucht wird." "iBeacons" heisst die neue Technologie, die von Apple vorangetrieben wird. Installierte, kleine Geräte im Geschäft versorgen den Kunden mit Infos über Aktionen, er bekommt Punkte, wenn er die Produkte scannt und sich Infos herunterlädt. Die Software "IMRSV" nutzt die Kamera in den Geschäften und erkennt, ob der Kunde ein Mann oder eine Frau ist, ob er glücklich ist, weil seine Mundwinkel nach oben zeigen.

Klingt utopisch und erinnert an George Orwells Roman "1984", als sich noch niemand Big Brother vorstellen konnte. So gesehen, Bonows Zukunftsszenario ist natürlich ernst zu nehmen, jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, das richtige Tool für sich zu finden und in diese Start-ups zu investieren. Denn, so Bonow: "5000 Euro sind schnell investiert und wenn Sie wie Amazon innerhalb weniger Jahre massiv an Marktanteil gewinnen, war das der richtige Weg. Lassen Sie sich nicht von Amazon das Butter vom Brot nehmen, denn Sie haben mit Ihren bestehenden Shops alles Potenzial schon in der Hand."

Mehr Informationen finden Sie auf:

www.piabo.net
www.enable2grow.com
www.linkedin.com/in/tilobonow



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