KV-Verhandlungen: Sozialpartner einigen sich ...
 
KV-Verhandlungen

Sozialpartner einigen sich auf mehr Gehalt im Handel

Wirtschaftkammer Österreich
© Wirtschaftkammer Österreich
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Angestellte im österreichischen Handel werden 2018 um 2,35 bis 2,6 Prozent mehr verdienen.

Die Sozialpartner, die Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) haben sich auf eine Erhöhung des Kollektivvertrags für österreichische Handelsangestellte ab 2018 geeinigt. Das Plus soll zwischen 2,35 bis 2,6 Prozent, aber mindestens 40 Euro, betragen. Somit wurde das Einstiegsgehalt auf 1.636 Euro erhöht. Zudem wird der Zugang zur Weiterbildung erleichtert und die Fixbeträge bei der Lehrlingsentschädigung angehoben.

„Wir stellen uns offensiv der Herausforderung der fortschreitenden Digitalisierung, die vermehrt zusätzliche Kompetenzen von unseren MitarbeiterInnen erfordert“, betonen die Verhandlungsleiter Peter Buchmüller (Obmann Bundessparte Handel, WKÖ) und Franz Georg Brantner (Vorsitzender Wirtschaftsbereich, GPA-djp): „Bis jetzt war es HandelsmitarbeiterInnen aufgrund der Öffnungszeiten oft nur schwer möglich, das Kursangebot zu nützen.“

Bezahlung für Pflichtpraktika
Ab 1. Jänner 2018 tritt außerdem eine neue Regelung für die Pflichtpraktika in Kraft – denn dann dürfen diese nicht mehr unbezahlt erfolgen. „Die Gespräche waren hart, aber fair. Der Abschluss, der mit 1.1.2018 in Kraft tritt, ist für beide Seiten gerade noch vertretbar“, so Brantner und Buchmüller. „Für junge Menschen kann sich nicht nur die Erhöhung der Lehrlingsentschädigung sehen lassen, sie profitieren vor allem vom Aus für unbezahlte Pflichtpraktika“, kommentiert Susanne Hofer, geschäftsführende Jugendvorsitzende der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).
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