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Spar-Chef Drexel für österreichweites Glyphosatverbot

Helge Kirchberger Photography
Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel © Helge Kirchberger Photography
Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel © Helge Kirchberger Photography

Nach einem heftigen Tauziehen votierte am 27. November 2017 eine Mehrheit der EU-Staaten dafür, den Breitbandherbizidwirkstoff Glyphosat für weitere fünf Jahre in der Europäischen Union zuzulassen.

Österreich stimmte dagegen. Rund um Glyphosat tobt seit Jahren eine wissenschaftliche Kontroverse, in der es um die krebsauslösende Wirkung dieser chemischen Verbindung geht. Die EU-Agenturen halten den Wirkstoff jedenfalls für unbedenklich.

Aus der Front der Gegner in Österreich meldete sich nun u.a. Spar-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel in einer Aussendung zu Wort. Darin fordert er einen Glyphosat-Ausstiegsplan der zukünftigen Bundesregierung. "Die erneute Zulassung des schädlichen Wirkstoffes Glyphosat in der Landwirtschaft durch die Europäische Union ist ein Kniefall vor den internationalen Agrochemiekonzernen, insbesondere Monsanto", ist Spar-Vorstandsvorsitzender über den Beschluss in Brüssel entsetzt. Glyphosat ist der Hauptwirkstoff in den meisten von Monsanto unter der Marke Roundup weltweit angebotenen Breitband- bzw. Totalherbiziden.
"Die österreichische Politik ist nun gefordert, Glyphosat aus unserem Land zu verbannen. Ich appelliere daher an den Nationalrat, hier eine Gesetzesinitiative zu starten und umgehend für das Aus für Glyphosat in Österreich einzutreten", fordert Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel.

Ähnliche Töne kommen von bellaflora-Geschäftsführer Mag. Alois Wichtl. "Die Entscheidung der EU Kommission, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für weitere fünf Jahre zuzulassen, ist ein nicht wieder gutzumachender Fehler", betont Wichtl. bellaflora hat 2013 alle glyphosathältigen und auch alle anderen chemisch-synthetischen Pestizide aus den Regalen genommen. "Als Handelsunternehmen sind wir dafür verantwortlich, welche Produkte wir in den Markt bringen", so Wichtl. Aus diesem Grund appelliert Wichtl an alle Unternehmen in Österreich und in der EU, sich zu ihrer Verantwortung zu bekennen.

bellaflora-Geschäftsführer Alois Wichtl © www.markus-schneeberger.com
www.markus-schneeberger.com
bellaflora-Geschäftsführer Alois Wichtl © www.markus-schneeberger.com
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