Spar: Erste Erfolge für Zucker-raus-Initiativ...
 
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Erste Erfolge für Zucker-raus-Initiative

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Österreicher essen mit 33,3 Kilogramm pro Jahr zu viel Zucker. Ein großer Teil davon ist in Süßgetränken enthalten.
Österreicher essen mit 33,3 Kilogramm pro Jahr zu viel Zucker. Ein großer Teil davon ist in Süßgetränken enthalten.

Spar präsentierte erste Ergebnisse beim Zuckergipfel in der Österreichischen Ärztekammer. Bereits 1.000 Tonnen Zucker konnten bei den Eigenmarken eingespart werden.

Es sind bedenkliche Zahlen, die von Vertretern der Österreichischen Ärztekammer beim ersten Zuckergipfel der Lebensmittelbranche präsentiert wurden. Mit 91 Gramm pro Tag (entspricht 24 Würfel) essen die meisten Österreicher zu viel Zucker. 41 Prozent sind dadurch adipös oder übergewichtig. Das hat Teils schwerwiegende Erkrankungen zur Folge. Vor allem „versteckter“ Zucker in Getränken, Soßen oder Fertigprodukten trägt daran Schuld. Soweit die schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht ist allerdings, dass es Spar im Rahmen ihrer Initiative „Zucker-raus“ gelungen ist, 1.000 Tonnen Zucker in insgesamt 300 Eigenmarken zu reduzieren. Das Ziel wurde sogar ein Jahr früher erreicht, als angekündigt. Damit aber nicht genug. Spar-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel verspricht: „Bis Ende 2021 wollen wir noch einmal 1000 Tonnen Zucker reduzieren.“ Er betont, „dass Lebensmittel Mittel zum Leben sein sollen und Spar deshalb eine große gesellschaftliche Verantwortung trägt.“ Dabei gehe es aber laut Drexel nicht darum, dem Konsumenten mit erhobenem Zeigefinger zu drohen, sondern um das sogenannte „Nudging“, also den Konsumenten langsam an zuckerreduzierte Produkte zu gewöhnen und ihn sanft in die richtige Richtung zu stupsen.

Allianz gegen zu viel Zucker

Das Thema Zuckerreduktion ist schon längst beim Konsumenten angekommen. Neben dem Herkunftsland schauen laut einer Studie von Marketagent vor allem Frauen besonders auf den Zuckergehalt in den Produkten. Trotzdem bedarf es noch sehr viel Aufklärungsarbeit, denn rund 92 Prozent der Österreicher schätzen ihren Zuckerkonsum um ein Vielfaches falsch ein. Auch der Ersatz durch Süßstoffe ist keine Lösung und kommt daher bei der „Zucker-raus“-Initiative auch nicht in Frage. „Bei den Konsumenten rennen wir mit der Initiative offene Türen ein“, weiß Drexl zu berichten. „Die Industrie und dabei vor allem global agierende Konzerne reagieren aber immer noch verhalten.“ Trotzdem gibt es auch hier bereits Erfolge zu verzeichnen: Für die „Allianz gegen zu viel Zucker“ konnten bereits 38 heimische Hersteller und Händler als Partner gewonnen werden. Einer davon ist der Sprudelproduzent Almdudler. Dieser setzt dort an, wo es wehtut: beim Originalprodukt. Almdudler-Geschäftsführer Mag. Gerhard Schilling: „Wir haben uns als traditionsreiches österreichisches Familienunternehmen bereits früh mit der Reduktion von Zucker in unserem Sortiment befasst. Ohne das einzigartig erfrischende Geschmackserlebnis von Almdudler Original zu verändern, wurde der Zuckergehalt in den letzten Jahren behutsam reduziert.“ Ebenfalls mit dabei: Vöslauer und Mona Naturprodukte, die ebenfalls über ihre Zuckerreduktionsmaßnahmen am Zuckergipfel berichteten.

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