Spar: Spar reduziert Storck-Sortiment
 
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Spar reduziert Storck-Sortiment

Johannes Brunnbauer
Johannes Holzleitner: "Wehren uns gegen das Diktat dominanter Markenartikel-Lieferanten." © Johannes Brunnbauer
Johannes Holzleitner: "Wehren uns gegen das Diktat dominanter Markenartikel-Lieferanten." © Johannes Brunnbauer

Mit dieser Information ging die Spar gestern, den 20. April 2016, in die Öffentlichkeit.

Der Konzern erzielte mit Storck keine Einigung bei aktuellen Preisverhandlungen – auf Grund von aus Spar-Sicht ungerechtfertigten Preiserhöhungen. Nun will man das Süßwaren-Sortiment umbauen.

„Wir wehren uns gegen das Diktat dominanter Markenartikel-Lieferanten und gestalten unsere Sortimente nach kaufmännischen Gesichtspunkten. Das ausufernde Sortiment mancher Markenartikel-Lieferanten bringt nur zusätzlichen Aufwand, aber keine zusätzliche Wertschöpfung. Wir nutzen diesen Platz lieber für attraktive regionale Österreich-Produkte und innovative Eigenmarkenkonzepte.“ Das stellt der Leiter der Lieferantenpolitik der Spar Österreich-Gruppe, Mag. Johannes Holzleitner zur Causa fest. Die Reduktion des Storck-Sortimentes wird in allen Spar-Vertriebslinien in Österreich stattfinden. Die diesbezüglichen Aktivitäten reichen von einer deutlichen Zurücknahme der hiesigen Distribution bis hin zur Senkung der Verkaufspreise und zur Auslistung. Letzteres betrifft Knoppers und Dickmann´s. Man wird nur mehr die wichtigsten Artikel verkaufen, so die Spar weiter. Für die beiden „bedeutenden“ Produkte Toffifee 200 g und Merci 250 g wird es eine Verkaufspreissenkung um bis zu 23 Prozent – auf Dauer – geben. 

Während die Spar mit dieser aus ihrer Sicht „gescheiterten Preisverhandlung“ an die Öffentlichkeit geht, hält Storck-Marketingleiter Mag. Rudolf Obermair CASH gegenüber fest: „Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir uns zu Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Kunden generell nicht gegenüber der Öffentlichkeit äußern.“
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