Statistik Austria: Eine Branche - zwei Gesich...
 
Statistik Austria

Eine Branche - zwei Gesichter

CASH/Stefan Pirker
Etliche Einzelhandelsbranchen kamen 2020 aufgrund der Coronavirus-Schutzmaßnahmen auf bis zu 73 weniger Verkaufstage als 2019.
Etliche Einzelhandelsbranchen kamen 2020 aufgrund der Coronavirus-Schutzmaßnahmen auf bis zu 73 weniger Verkaufstage als 2019.

Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria erzielte Österreichs Einzelhandel im Jahr 2020 äußerst unterschiedliche Umsatzentwicklungen.

Die Rahmenbedingungen waren 2020 alles andere als gleich. Schließlich gab es im Vorjahr aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronaviruspandemie für etliche Handelsbranchen um bis zu 73 Einkaufstage weniger. So lässt sich die auch großteils extreme Spreizung in den einzelnen Geschäftszweigen erklären.

Insgesamt betrachtet erlebte Österreichs Einzelhandel (exkl. Kfz-Handel und Tankstellen, inkl. Versand- und Internet-EH) 2020 gegenüber 2019 ein reales Umsatzplus von 0,7 Prozent bzw. ein nominelles Umsatzplus von 1,7 Prozent. Getragen wurde diese Steigerung in erster Linie von den Zuwächsen im Lebensmittelhandel (LEH, Facheinzelhandel, Handel mit Tabakwaren, exkl. (Gastro-)Großhandel) und vom Versand- und Internet-Einzelhandel. Während ersterer um 7,0 Prozent real (8,9 Prozent nominell) zulegte, waren es beim Onlinehandel gar 16,9 Prozent real (17,4 Prozent nominell). Ebenfalls gut erwischt hatte es der Einzelhandel mit Möbeln, Heimwerkerbedarf und Elektrowaren, der um 4,1 Prozent real (4,9 Prozent nominell) zulegte.

Herbe Einbußen gab es jedoch für den Einzelhandel mit Schuhen und Bekleidung. Hier steht ein reales Umsatzminus von 22,4 Prozent (23,7 Prozent nominell) zu Buche. Generell betrachtet verzeichnete Österreichs Einzelhandel mit Nicht-Nahrungsmitteln 2020 einen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent real (3,6 Prozent nominell).

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