Statistik Austria: Es geht wieder aufwärts
 
Statistik Austria

Es geht wieder aufwärts

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Im dritten Quartal 2021 lag die Wirtschaftsleistung über dem Vorkrisenniveau. Handel, Industrie und Bau haben die Rückschläge der Pandemie bereits weggesteckt, bei der Gastronomie setzt sich die Aufholjagd fort.

Laut vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum 3. Quartal 2020 um 5,7 Prozent. Im Vergleich zum 2. Quartal 2021 lag der Anstieg bei 3,8 Prozent (saison- und arbeitstagbereinigt). Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas dazu: "Der wirtschaftliche Aufschwung Österreichs hat sich im 3. Quartal fortgesetzt. Nach den ersten beiden Wachstumsquartalen seit Beginn der Corona-Krise stieg das Bruttoinlandsprodukt erstmals über Vorkrisenniveau. Der jetzige Lockdown stellt den Aufschwung abermals auf eine Belastungsprobe. Mit einer nachhaltigen Eindämmung der Pandemie steht einer Fortsetzung des wirtschaftlichen Erholungskurses allerdings nichts in Wege."

Mit dem Wirtschaftswachstum wird die bestehende Tendenz der ersten Quartale fortgesetzt: Das BIP ist bereits im Q2 um kräftige 13 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal hat besonders der Dienstleistungssektor angezogen, hier gibt es ein Plus von 10,3 Prozent. Bei der Industrie sind es 7,2 Prozent (16,4 % gegenüber dem Vorjahr) und Handel, Verkehr und Gastronomie legen gesammelt 7,0 Prozent zu. Insgesamt liegt die heimische Wirtschaftsleistung somit bei 101,1 Prozent im Vergleich zum Q3 2019.

Sorgenkind bleibt der Tourismus, obwohl in der Sommersaison (Mai bis Oktober) mit 66,37 Millionen Nächtigungen ein Plus von 23,3 Prozent verzeichnet wurde. Damit liegt man aber immer noch 16 Prozent unter dem Vergleichszeitraum von 2019. Erste geringe Effekte zeigen sich bereits bei den aktuellen Arbeitslosenzahlen: Im Oktober 2021 waren insgesamt 269.500 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitssuchend vorgemerkt und damit um rund 6,4 Prozent weniger als im Vorkrisenmonat Oktober 2019. Weiterhin bestehen am Arbeitsmarkt besondere Herausforderungen bezüglich der Langzeitarbeitslosigkeit: Im November 2021 ist die Zahl der Personen mit einer seit mindestens zwölf Monaten durchgehend bestehenden AMS-Vormerkung im Vergleich zum Vorkrisenniveau (November 2019) um ein Drittel erhöht.

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