Statistik Austria: Lebensmittel-Inflation wir...
 
Statistik Austria

Lebensmittel-Inflation wird neu berechnet

Gorodenkoff - stock.adobe.com

Seit Jänner 2022 verwendet Statistik Austria für die Berechnung der Inflationsrate von Lebensmitteln und Drogeriewaren Scannerdaten.

Mit Jänner 2022 stellte Statistik Austria die Methode zur Inflationsberechnung von Lebensmitteln und Drogeriewaren um, indem man rund die Hälfte der bisher persönlich in den Regionen durchgeführten Preiserhebungen durch rascher verfügbare Daten ersetzt. Sprich rund die Hälfte der nun einberechneten Preise stammen aus Scannerdaten.

Zu einer Umstellung kam es auch bei der Berechnung der durchschnittlichen Preise von Bekleidung. Hier wird nun der Onlinehandel einbezogen, in dem mittels Webscraping Preise von Websites einbezogen werden. Die umfangreiche regionale Erhebung bleibt aber dennoch bestehen. "In beiden Bereichen – Scannerdaten und Webscraping – sind in Zukunft Erweiterungen geplant", erklärt Statistik Austria.

Doch zurück zu den eingangs erwähnten Lebensmittelpreisen (inklusive AF-Getränken). Diese verteuerten sich im Jänner 2022 im Vergleich zu 2021 durchschnittlich um 4,9 Prozent und damit fast dreimal so stark wie im Dezember 2021 (+1,7%). Hauptursache für den temporären Anstieg ist laut Statistik Austria aber ein Basiseffekt.

"Im Jänner 2021 wurden aufgrund des damaligen Lockdowns die Preisentwicklungen der Lebensmittel und Drogeriewaren mit Hilfe der Scannerdaten ermittelt. Damals wurden nur die Daten aus der regulären Erhebungswoche verwendet und diese wiesen für die damalige Erhebungswoche einen starken Preisrückgang auf. Im Jänner 2022 werden die Daten aus mehreren Wochen mit dem niedrigen Niveau von Jänner 2021 verglichen. Ab Februar ist zu erwarten, dass diese temporär hohen Werte wieder deutlich zurückgehen", so Statistik-Austria in einer Aussendung vom 23. Februar 2022.
stats