Lehrlingsstammtisch: Stattliche Performance
 
Johannes Brunnbauer
Michael Haider lernt bei Niedermeyer. © Johannes Brunnbauer
Michael Haider lernt bei Niedermeyer. © Johannes Brunnbauer

Gut ausgebildete Lehrlinge sind die Basis jeder erfolgreichen Unternehmensentwicklung. Die besten der Jungen stellt CASH in Serie vor. Dieses Mal gewährt uns Michael Haider Einblick in die multimediale Welt von Niedermeyer.

„Schüchtern bin ich nicht", sagt Michael Haider über sich selbst. Als ihm ein Freund dann den Tipp gab, dass Niedermeyer Lehrlinge aufnimmt, zauderte er auch nicht lang. Schnurstracks marschierte er in die Filiale am Wiener Graben, um sich vorzustellen. Filialleiter Manfred Fischer war von Michaels freundlichem, sympathischen Erscheinungsbild und seinen guten Umgangsformen bald überzeugt. Außerdem gefiel im Michaels Mut: „Nur wenige trauen sich, nach einem Schulabbruch eine Lehre zu beginnen." Dabei war Michael kein fauler Schüler gewesen. Die polytechnische Klasse schloss er mit dem Notendurchschnitt 1,0 ab. Auch am TGM lief zunächst alles nach Plan. „Nur das Programmieren war nicht so ganz meine Welt", schildert Michael den Grund, warum er nach dem dritten Jahr doch aufgab.

Service, Wartung plus Beratung

„Rückwirkend betrachtet die absolut richtige Entscheidung. In einem Büro sitzen und Däumchen oder in einer Werkstatt Schrauben drehen, das wäre ohnedies nichts für mich. So kann ich mich in meinem Beruf mit den Dingen beschäftigen, die mich auch privat interessieren und die Begeisterung für die Produkte durch den direkten Kundenkontakt sogar mit anderen Menschen teilen", schwärmt Michael von seiner Tätigkeit als angehender EDV-Kaufmann. Dabei ist er nicht nur auf den Ein- und Verkauf von Computern und Computerzubehör fokussiert. Genauso berät er Kunden bei der Anschaffung anderer elektronischer Geräte wie z.B. Handys oder Digitalkameras oder bei Fragen im Zusammenhang mit Service und Support. „Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf, auf den die Beschreibung Multimediakaufmann eigentlich viel besser zutrifft", ist Michael von den Zukunftsaussichten seines Berufs überzeugt.

Verstärkung in jeder Hinsicht

Dass er mittlerweile nicht mehr in der Filiale am Graben, sondern in der Lugner City eingesetzt ist, stört Michael nicht. Natürlich war es zuerst ein kleiner Kulturschock. Noch vor einem Jahr hat er Kunden wie Kinderbuch Star-Autor Thomas Brezina oder Austro-Pop-Ikone Reinhard Fendrich bedient. Anpassungsfähig wie Jungfraugeborene nun einmal sind, kommt Michael aber auch mit der weniger gut betuchten Kundschaft in Wien Fünfhaus gut zurecht. Rayonleiter Slawomir Zamojski jedenfalls stellt ihm ein ausgezeichnetes Zeugnis aus: „Michael ist teamfähig, gut im Verkauf und geht auf die Kunden ein. Für seinen unmittelbaren Vorgesetzten in der Filiale in der Lugner City, Simon Gosh, ist Michael denn auch „eine Verstärkung in jeder Hinsicht", und das nicht nur aufgrund seiner stattlichen Figur. Und auch Michael selbst fühlt sich wohl. Er hat seinen festen Platz in der Mannschaft. Darüber hinaus bietet ihm der neue Arbeitsplatz einen zusätzlichen Vorteil. „Von hier aus hab’ ich es nämlich nicht weit in mein Fitnesscenter", gesteht Michael, der in seiner Freizeit einem für österreichische Verhältnisse doch eher ungewöhnlichen Hobby frönt. Seit nunmehr sechs Jahren verstärkt er beim American Football Club Vienna Knights die Defensive Line. „Ohne uns geht gar nichts. So lange die Defensive Line ihren Job richtig gut macht, geht kein Spiel verloren", sieht Michael durchaus Parallelen zu seinem Job.

Realistische Ziele

Ob er schon einmal daran gedacht hat, in die American Football League zu wechseln? „Man soll sich nur Ziele stecken, die man auch tatsächlich erreichen kann", gibt sich der junge Floridsdorfer pragmatisch. Ohne Zweifel realistisch ist, dass Michael die Lehrabschlussprüfung im kommenden Juli erfolgreich bestehen wird. Dafür winkt dann als Belohnung im August eine zweiwöchige Reise in die USA. Und danach? „Natürlich würd’ ich gern im Unternehmen Karriere machen", bekennt Michael. Kein utopische Wunsch, wie der Lebenslauf von Niedermeyer-Fotoeinkaufsleiter Erich Kutschera zeigt. Der hat nämlich vor 46 Jahren selbst als Lehrling im Unternehmen begonnen.



Michael ist ein guter Berater und macht sich damit unentbehrlich, ein Spezialist auf seinem Gebiet zu sein. © Johannes Brunnbauer
Johannes Brunnbauer
Michael ist ein guter Berater und macht sich damit unentbehrlich, ein Spezialist auf seinem Gebiet zu sein. © Johannes Brunnbauer


EDV-Kaufmann in spe Michael Haider: „Wir verkaufen nicht nur, wir bieten auch einen entsprechenden Kundenservice.“ © Johannes Brunnbauer
Johannes Brunnbauer
EDV-Kaufmann in spe Michael Haider: „Wir verkaufen nicht nur, wir bieten auch einen entsprechenden Kundenservice.“ © Johannes Brunnbauer
stats