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Stefan Bruckbauer und Harry Gatterer: Die Megatrends, die unser Leben prägen

Johannes Brunnbauer
V.l.n.r.: Stefan Bruckbauer, Nikolaus Hartig und Harry Gatterer © Johannes Brunnbauer
V.l.n.r.: Stefan Bruckbauer, Nikolaus Hartig und Harry Gatterer © Johannes Brunnbauer

In einer Impuls-Session unter der Moderation von Nikolaus Hartig diskutierten Mag. Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria, und Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Österreich, über bestimmende Megatrends der nächsten Jahre und Jahrzehnte.

Damit ein Trend zu einem Megatrend wird, muss er global erkennbar sein, mindestens 25 Jahre Gültigkeit haben und verschiedene Lebensbereiche erfassen, so Hartig in seinen einleitenden Worten.

Als einen derartigen Megatrend definierte die Diskutanten New Work, sprich die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. In diesem Zusammenhang verwies Bruckbauer auf eine britische Studie, der zufolge in den nächsten Jahrzehnten rund 50 Prozent der Arbeitsplätze aufgrund der Digitalisierung akut gefährdet sind. Neben Routinearbeiten, die immer öfter von Maschinen erledigt würden, nannte Bruckbauer etwa auch den Beruf des Modells, der durch verbesserte computergenerierte Realitäten an Bedeutung verlieren wird. Dem hielt Gatterer entgegen, dass es in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten zu einer immer größeren Ausdifferenzierung der Arbeitswelt gekommen ist, die die menschliche Arbeitskraft nicht obsolet gemacht hat. Als Beispiel nannte Gatterer die Produktion von Seife. Vor 150 Jahren wurde Seife quasi von einer Handvoll Menschen in kleinen Manufakturen komplett selbstständig hergestellt. Heute sind in den Prozess der Seifenproduktion Designer, Chemiker, Maschinenbauer, Juristen etc. eingebunden.
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