Wirtschaftskammer Österreich: Steuergerechtig...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Steuergerechtigkeit durch Kontrolle der MwSt.

Andrea Kusajda / pixelio.de
Die österreichische MwSt. muss auch in Österreich abgeliefert werden © Andrea Kusajda / pixelio.de
Die österreichische MwSt. muss auch in Österreich abgeliefert werden © Andrea Kusajda / pixelio.de

Die WKÖ/Elektrohandel fordert, dass die österreichische Mehrwertsteuer zuverlässig und überprüfbar auch in Österreich abgeliefert werden muss.

„Im Zuge der aktuellen Regierungsverhandlungen wird oft von Steuerleistungen ausländischer Konzerne und Versandfirmen gesprochen. Während bei Ertragssteuern vielerlei Möglichkeiten bekannt sind, diese zu minimieren, kann es bei der Mehrwertsteuer keine Ausflüchte geben“, merkt Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), dazu an. Wie seit heute bekannt, haben die Koalitionsparteien sich inzwischen geeinigt und legen das Verhandlungsergebnis derzeit den jeweiligen Parteigremien zur Diskussion vor (Stand: 30. 1. 2017, 11 Uhr).

Zum Thema: Ausländische Versandfirmen verlangen von ihren österreichischen Kunden 20 Prozent Mehrwertsteuer und müssen diese bei der österreichischen Finanz auch abliefern. „Das korrekte Abführen dieser Steuerleistung in Umfang von höheren dreistelligen Millionenbeträgen kann jedoch von Österreich nicht geprüft werden, weil sich die betroffenen Firmenzentralen im Ausland befinden, zum Beispiel in Luxemburg. Amtshilfeverfahren dazu werden in diesem Zusammenhang kaum oder gar nicht unterstützt“, sagt Elektrohandels-Branchensprecher Krejcik. Und er ergänzt: „Deshalb fordert der österreichische Elektrohandel Chancengleichheit. Österreichische Mehrwertsteuer muss zuverlässig und überprüfbar auch in Österreich abgeliefert werden. Hier könnte die EU endlich für Steuergerechtigkeit sorgen.“ Ob und wenn ja in welcher Weise die Regierung diese Forderung der WKÖ aufgegriffen hat, wird sich wohl demnächst zeigen.
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