EU-Kommission: Stopp dem Plastiksackerl
 
EU-Kommission

Stopp dem Plastiksackerl

Fenrisulfir/Wikimedia
© Fenrisulfir/Wikimedia
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Wie am heutigen Montag in aller Munde ist, will die EU-Kommission dem Plastiksackerl den Kampf ansagen:  EU-Umweltkommissar Janez Potocnik stellte dazu heute in Brüssel seine Pläne zur Reduktion der immer größer werdenden Menge von Einkaufssackerln vor.

Vor allem der Gebrauch der durchsichtigen Obst- und Gemüse-Sackerln soll durch die Vorschläge der Brüsseler Behörde reduziert werden. Welche Maßnahmen von den 28 Mitgliedsstaaten gewählt werden - von der Belegung mit Steuern bis hin zum ganzheitlichen Verbot - stehe den einzelnen Staaten dabei frei.

 „Jedes Jahr landen mehr als acht Milliarden Plastiktüten in Europa auf dem Müll. Das verursacht enorme Umweltschäden“, so Potocnik. „Einige Länder haben bereits großartige Fortschritte bei der Verringerung von Plastiktüten erzielt“, erklärt der EU-Umweltkommissar weiter. „Wenn andere dem Beispiel folgen, könnten wir den Gebrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren.“

Laut Medienberichten ist beispielsweise in Dänemark, wo Einwegsackerln besteuert werden, der Verbrauch pro Einwohner auf vier Sackerln pro Jahr gesunken - in Ländern wie Polen, Ungarn, der Slowakei und Portugal hingegen sind es 466 Sackerln, die nur einmal verwendet werden. Laut den Zahlen der Kommission wurden in der EU 2010 schätzungsweise 986 Mrd. Plastiksackerln in den Verkehr gebracht, was wiederum einen Verbrauch pro EU-Bürger von 198 ausmacht - der größte Teil davon aus leichtem Kunststoff.
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