StrongPoint: Fläche als digitales Asset
 
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Fläche als digitales Asset

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Tobias Kern: "Corona hat hierzulande sechs Jahre Entwicklung in ein Einziges heruntergedampft."
Tobias Kern: "Corona hat hierzulande sechs Jahre Entwicklung in ein Einziges heruntergedampft."

StrongPoint liefert seit 35 Jahren Hard- und Softwarelösungen für den Handel. Tobias Kern, Business Development Director D-A-CH, erklärt, was er dem sehr speziellen österreichischen Markt anbieten möchte, oder wie sich Österreich von skandinavischem Einkaufsverhalten unterscheidet, seinen Zugang zu Shopping-Boxen und ein Zukunftsmodell von pandemiebedingtem Click & Collect. 

CASH: Herr Kern, StrongPoint ist in Österreich noch kein so bekannter Name wie in anderen Märkten. Wie würden Sie das Unternehmen so kurz und bündig wie möglich beschreiben?
Tobias Kern: Wir sind ein schwedisch-norwegischer Lieferant von Soft- und Hardware für den LEH mit 16 Jahren spezifischer Erfahrung in dem Bereich. Unser Ziel ist es, Filialen zu Fulfillment-Centern für den E-Commerce zu entwickeln. Dafür bringen wir viel Erfahrung aus Skandinavien mit, wo der Bereich bereits seit zwei Jahrzehnten stark wächst. In der D-A-CH-Region hat der Bereich pandemiebedingt stark nachgezogen, daher sehen wir nun auch hier die Marktreife für uns vorhanden. Tatsächlich ist StrongPoint aber schon seit 2019 Hardwarelieferant für einen großen Lebensmittelhändler. Nun starten wir aber auch mit unseren Softwarelösungen durch.

Durch die Pandemie hat E-Food ja ordentlich Rückenwind erhalten, sogar die Diskonter versuchen sich mittlerweile darin. Wie unterschiedlich sind die Bedürfnisse der Lebensmittelhändler eigentlich?
Corona hat hierzulande drei bis sechs Jahre Entwicklung in ein einziges Jahr heruntergedampft. Daher war es für entsprechend ausgerichtete Händler einfach, schnell zu wachsen. Wer die richtige Infrastruktur hatte, konnte schnell Marktanteile schaffen. Bei den großen Marktteilnehmern war die Entwicklung etwas langsamer. Verständlich, ein dafür notwendiges System kostet entsprechend viel. Interessant ist dabei, dass jeder Händler eine unterschiedliche Ausgangslage hat. Bei hochpreisigen Waren wäre der Deckungsbeitrag etwa schneller aufgebracht als bei Diskontern. Es läuft aber auf eine Palette an Teilantworten hinaus, bei der individuell auf die Geschäftsmodelle eingegangen werden muss. Genau das macht StrongPoint. Die Grundvoraussetzung für jeden Händler sind ein Fulfillment-System, ein Picking-System für die Filialen und eine Übergabemöglichkeit zum Kunden – an der Filiale oder der Türe des Kunden.

Und welche nationalen Unterschiede sehen Sie? Was ist in Österreich zu beachten?
Hier gibt es einen sehr interessanten Unterschied: In den nordischen Ländern ist E-Food sehr stark mit Click & Collect verbunden, während die Heimlieferung eher ein Premium-Modell ist. In der D-A-CH-Region hingegen setzt sich aktuell der Lieferdienst als dominante Form durch. Außerdem ist im Norden das Bargeld weniger beliebt als hier, was die Integration von Bezahlmodellen einfacher macht. Die skandinavischen Länder sind meiner Erfahrung nach bei der Individualisierung im Handel außerdem fünf Jahre vor uns.

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