Arbeiterkammer Oberösterreich: Teilzeit ist o...
 
Arbeiterkammer Oberösterreich

Teilzeit ist oft unfreiwillig

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Die Teilzeitbeschäftigung nimmt stark zu © Rike/pixelio.de
Die Teilzeitbeschäftigung nimmt stark zu © Rike/pixelio.de

Die Teilzeitbeschäftigung nimmt stark zu. Um mehr über die Motive der Beschäftigten zu erfahren, hat die Arbeiterkammer Oberösterreich das Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (ISW) mit einer Studie beauftragt. Hier sind, kurz gefasst, ein paar Ergebnisse.

Am häufigsten entscheiden sich Arbeitnehmerinnen für Teilzeitarbeit, weil Kinder zu betreuen sind (mehr als die Hälfte; überwiegend Frauen). Das zweithäufigste Motiv ist – wenn auch mit deutlichem Abstand –, Zeit für persönliche Interessen zu haben, gepaart mit dem Anliegen, dem Stress in der Arbeit zu entfliehen und gesund zu bleiben. Und 29 Prozent sind nur deshalb in Teilzeit, weil keine Vollzeitstelle zu finden war. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den unselbstständig Erwerbstätigen hat sich in Österreich von 1996 bis 2016 mehr als verdoppelt. Er stieg von 13,5 Prozent auf 28,9 Prozent, bei Männern hat er sich sogar fast vervierfacht. Allerdings sind nach wie vor 80 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten weiblich. In absoluten Zahlen waren 2016 von rund 3,7 Millionen Erwerbstätigen etwa 1,1 Millionen in Teilzeit beschäftigt – 200.000 Männer und 860.000 Frauen. Man würde übrigens gerne mehr Stunden arbeiten: 30 Wochenstunden stellen für viele das ideale Arbeitszeitausmaß dar. Nur sehr junge Befragte (Schüler, Studierende) und Beschäftigte kurz vor der Pension bevorzugen 20 Wochenstunden und weniger.
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