Thalia: Gelesen wird immer
 
Thalia

Die Corona-Pandemie, die das Geschäftsjahr 2019/2020 wesentlich prägte, hat auch bei Thalia deutliche Spuren hinterlassen, der Umsatz sank um 5,1 Prozent auf 119,7 Mio. Euro. Der Sortimentsbuchhändler zeigt sich aus mehreren Gründen dennoch zufrieden.

Auch im Ergebnis vor Steuern zeigt sich ein ähnliches Bild: es verminderte sich um 15,8 Prozent auf 8,5 Mio. Euro. Dennoch zeigt sich der Sortimentsbuchhändler, mit dem unter schwierigsten Bedingungen erzielten Ergebnis, zufrieden. Die gestiegene Lesefreude sowie die bewährte Omni-Channel-Strategie und zahlreiche, neue, innovative Serviceleistungen konnten noch größere Rückgänge kompensieren.

Thomas Zehetner, Geschäftsführer Thalia Österreich: "Die Krise hat uns darin bestärkt, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen."

Die seit Beginn der Corona Pandemie neu entfachte Leidenschaft für das Lesen hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Geschäftsjahr 2019/20 trotz aller Herausforderungen gut abgeschlossen werden konnte. Auch die Umsatzentwicklung vor der Corona Pandemie war eine wichtige Basis für die Bewältigung des Ausnahmejahres. "In dieser herausfordernden Situation war unsere Omni-Channel-Strategie ein wichtiger Faktor für Thalia. Die starke Nachfrage in unserem Onlineshop und der damit einhergehende Anstieg der Onlineumsätze haben zu einer Milderung der stationären Umsatzverluste geführt", so Thomas Zehetner, Geschäftsführer Thalia, einleitend.

Das Geschäftsjahr 2019/20 im Überblick

Wie wichtig eine gute, solide Basis ist, das zeigt sich vor allem in Krisenzeiten. So trug die gute Umsatzentwicklung bei Thalia vor der Corona Pandemie neben zahlreicher weiterer Parameter dazu bei, dass die Auswirkungen weniger drastisch waren, als befürchtet. "Dank dem schnellen und flexiblen Agieren unserer Mitarbeiter konnten wir während bzw. nach der ersten Lockdown Phase zahlreiche Maßnahmen, zur Kompensierung der verlorenen Umsätze, setzen. Auch die staatlichen Förderungen und faire Lösungen mit den Vermietern haben uns in dieser schwierigen Zeit gut geholfen", resümiert Zehetner.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von den Kunden insbesondere Unterhaltungsliteratur, Ratgeber sowie Kinder- und Jugendbücher gut nachgefragt. Auffällig ist die hohe Bedeutung der österreichischen Autoren, die sich im Wirtschaftsjahr 2019/20 noch weiter verstärkt hat.

„Bücher bieten nicht nur Beschäftigung, sondern ermöglichen auch Bildung und geben Halt.“
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Neben den Buchsortimenten erlebten auch Gesellschaftsspiele, Puzzles und Serien eine erfreuliche Entwicklung. Diese erhöhte Nachfrage, vor allem nach Büchern im vergangenen Jahr, macht deutlich, dass Bücher in Krisenzeiten eine wichtige Funktion übernehmen: Sie bieten nicht nur Beschäftigung, sondern ermöglichen auch Bildung und geben Halt.

Erfolgsfaktor Omni-Channel

Die Vernetzung der Vertriebskanäle – die viel zitierte Omni-Channel-Strategie – hat sich im abgelaufenen Ausnahmegeschäftsjahr 2019/20 ganz besonders bewährt. "Die Krise hat uns darin bestärkt, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen. Unser Onlineshop auf www.thalia.at ist seit Beginn der Corona-Pandemie über sich hinausgewachsen. Auch das digitale Angebot – wie tolino eReader, ebooks sowie digitales Hörbuch und Hörbuch-Abo – wurde und wird nach wie vor von unseren Kunden dank der einfachen und unkomplizierten Handhabung gerne und viel genutzt", fasst Thomas Zehetner, Geschäftsführer Thalia, die wichtigsten Services zusammen. Der starke Zusammenhalt im Team und eine neue Flexibilität in der Umsetzung haben es darüber hinaus möglich gemacht, dass Thalia Kunden auf ihre geliebten Services auch in Pandemie Zeiten nicht verzichten mussten. So gab es trotz geschlossener Buchhandlungen Empfehlungen seitens der Thalia Lieblingsbuchhändler. Die Lieblingsartikel wurden virtuell auf www.thalia.at bzw. in der Thalia-App vorgestellt.

Innovativ durch die Krise

"Wir sehen, dass sich das Konsumieren von Geschichten weiterentwickelt und neue Möglichkeiten entstehen. Aktuell können wir unseren Kunden bereits eine Vielzahl an Konsumationsmöglichkeiten bieten: Buch, eBook und Hörbuch inklusive flexibler Abo Modelle", gibt Thomas Zehetner einen Überblick. Ebenfalls seit Oktober 2020 ist mit der "Scan & Go-Funktion" in der Thalia-App mobiles Bezahlen via Smartphone möglich. Mit dem Ende der 3 Lockdown-Phasen Anfang Mai 2021 und der Wiedereröffnung der Gastronomie Mitte Mai startet Thalia das Geschäftsjahr 2020/21 gedanklich noch einmal neu. Aufgrund der langen Schließungsperioden im aktuellen Wirtschaftsjahr liegt der stationäre Umsatz aktuell um rund 13 Prozent hinter dem Vorjahr. Die positive Umsatzentwicklung im Onlineshop konnte diese Rückgänge teilweise kompensieren, aber nicht zur Gänze. Dennoch kein Grund für den Sortimentsbuchhändler, den Optimismus zu verlieren. Auch trotz vorhandener Einschränkungen wie der 20m²-Regel und anhaltender Hygienemaßnahmen. "Wir sehen und spüren, dass die Leselust nach wie vor ungebrochen ist. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider – aktuell entwickelt sich der Umsatz in den Buchhandlungen positiv zum Vorjahr und auch mit den Onlineumsätzen sind wir zufrieden. Das Aufsperren der Gastronomie wird das Geschäft zusätzlich beflügeln", ist Zehetner überzeugt.

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