Spar: Theaterelemente werden in Lehrlingsausb...
 
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Theaterelemente werden in Lehrlingsausbildung integriert

Spar/Peter Hautzinger
Sind stolz auf die Lehrlinge und den erfolgreichen Verlauf des Theaterprojekts (v.l.): Mag. Alois Huber, GF Spar Ostösterreich, Sylvia Rotter, Schule für das Leben, Autor Felix Mitterer, Dr. Anne Stein, wissenschaftliche Leiterin und Spar-Akademie Leiter Jörg Schielin ©Spar/Peter Hautzinger
Sind stolz auf die Lehrlinge und den erfolgreichen Verlauf des Theaterprojekts (v.l.): Mag. Alois Huber, GF Spar Ostösterreich, Sylvia Rotter, Schule für das Leben, Autor Felix Mitterer, Dr. Anne Stein, wissenschaftliche Leiterin und Spar-Akademie Leiter Jörg Schielin ©Spar/Peter Hautzinger

Anfang Dezember 2010 führten 40 Lehrlinge der Spar-Akademie Wien den Klassiker Romeo & Julia in einer modernen Textbearbeitung des österreichischen Dramatikers Felix Mitterer im Theater Akzent auf.

Die Hälfte der Jugendlichen hat Migrationshintergrund, die meisten von ihnen hatten vor den Proben zu dem Stück keinerlei Berührung mit Theater. Daher war es eine echte Herausforderung für die Neo-Schauspieler, die hoch angesetzte Sprache Shakespeares einzulernen. Doch sie waren äußerst erfolgreich: Beide Spieltermine im Akzent waren komplett ausverkauft, am Ende des Stückes gab es Standing Ovation vom Publikum.

Das Theaterprojekt war eine Studie, die unter der Schirmherrschaft des deutschen Neurowissenschaftlers Univ. Prof. DDr. Manfred Spitzer und unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Anne Stein durchgeführt wurde und die in dieser Form weltweit einzigartig ist. Neben der theaterspielenden Gruppe gab es eine Kontrollgruppe von 40 weiteren Jugendlichen aus der Spar-Akademie, die beiden Gruppen wurden vor Beginn des Projekts, in der Woche nach den Aufführungen und vier Monate danach mittels standardisierter psychologischer Verfahren getestet.

Das Ergebnis: die schauspielenden Lehrlinge sind deutlich selbstbewusster als jene, die nicht an dem Projekt teilgenommen haben. Außerdem erkennt die Theatergruppe einen persönlichen und sprachlichen Nutzen, 97 Prozent würden an dem Projekt noch einmal teilnehmen. Ein Spar-Lehrling erklärt: "Ich war vor dem Theaterstück schon gut in der Schule, aber jetzt fällt mir das Lernen noch leichter." Ein weiterer erzählt stolz: "Seit ich den Romeo in dem Stück gespielt habe, sprechen mich manche Kunden nicht mehr mit meinem richtigen Namen sondern mit Romeo an."

Nach der Präsentation der erfolgreichen Studie setzt Spar den nächsten logischen Schritt: "Wir integrieren Elemente aus der Theaterwelt in den Lehrplan und die praktische Ausbildung", kündigt KR Jörg Schielin, Leiter der Spar-Akademie Wien und Initiator des Romeo & Julia-Projekts an. Ab dem nächsten Schuljahr stehen in der Spar-Akademie Module wie "Auftritt und Wahrnehmung", "Sprach- und Sprechtechnik", "Improvisation" und "Musik & Rhythmus" sowie ein zweitägiger Theaterworkshop für alle Lehrlinge auf dem Unterrichtsplan.

Spar-Lehrlinge führten äußerst erfolgreich das Shakespeare-Stück Romeo & Julia auf © Spar/Lukas Beck
Spar/Lukas Beck
Spar-Lehrlinge führten äußerst erfolgreich das Shakespeare-Stück Romeo & Julia auf © Spar/Lukas Beck
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