TQS Research & Consulting: Krise im Kopf
 
TQS Research & Consulting

Krise im Kopf

unsplash.com - Christiann Koepke

Wie sich die Coronapandemie auf die Psychologie und das Konsumverhalten auswirkt, hat TQS Research & Consulting untersucht.

"Geht's den Menschen schlecht, geht's der Wirtschaft schlecht" lautet das grob zusammengefasste Fazit der Umfrage unter 1.000 Österreichern im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. 68 Prozent geben an, dass sie sich täglich über die Pandemie informieren, mehrfach pro Tag sogar 28 Prozent. Die mentale Gesundheit leidet auch ohne Ansteckung, denn 58 Prozent geben an, negativ von der aktuellen Situation betroffen zu sein - im April waren es noch 42 Prozent. Währenddessen sind die positiven Aspekte rückläufig, aktuell kann ein Viertel der Befragten den Umständen etwas Bereicherndes abgewinnen, während es im April mit 47 Prozent fast doppelt so viele waren.

Gefühlt kommt das Virus auch "näher": 29 Prozent der Österreicher kennen jemanden, der positiv auf Covid-19 getestet wurde, im Frühling waren es noch 18 Prozent. Ganze 36 Prozent gaben an, dass sie selbst oder bekannte Personen bereits in Quarantäne mussten. Dementsprechend ist das Risikobewusstsein gestiegen, denn während im April noch 14 Prozent die Gefahr durch Corona zwischen "eher hoch" und "sehr hoch" eingestuft haben, sind es jetzt 36 Prozent. Auf die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen achten laut der Befragung 91 Prozent, wobei mehr als ein Viertel die Umsetzung derer als weniger sinnvoll erachtet.

Dass eine Wirtschafts- auf die Gesundheitskrise folgen wird, nehmen 90 Prozent an. Dennoch stehen 73 Prozent der eigenen Zukunft positiv gegenüber, eine Einschränkung für die persönliche und professionelle Entwicklung gäbe es laut diesem Anteil der Befragten nicht. Dennoch hat mehr als ein Drittel der Österreicher weniger finanzielle Mittel zur Verfügung, was sich wiederum direkt auf das Konsumverhalten auswirkt. Mehr als die Hälfte verzichtet nämlich auf Einkaufstouren. Der LEH leidet darunter aber definitiv nicht, denn 27 Prozent geben an, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben. Rückläufig hingegen sind die Ausgaben für Sport, Freizeit und Unterhaltung. 

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