Rewe International AG: Tragetaschen nur mehr ...
 
Rewe International AG

Tragetaschen nur mehr aus Altkunststoff

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Bei Billa, Merkur, Penny und Adeg wird es künftig nur mehr Kunststoff-Tragetaschen geben, die mindestens zu 80 Prozent aus Altkunststoff bestehen.

„Gemeinsam Verantwortung tragen“ – unter diesem Motto forciert die Rewe International AG,  Österreichs größter Lebensmittel- und Drogeriefachhändler, ihre Offensive zur Reduktion von Plastikabfall: Ab August wird sukzessive das gesamte Sortiment für Plastiksackerl in allen Billa-Filialen, Merkur-Märkten und Penny-Standorten umweltfreundlich umgestellt. Künftig wird nämlich auf Recyceltes zurückgegriffen: die neuen Plastik-Tragetaschen bestehen dann zu mindestens 80 Prozent aus Altkunststoff. Auch den Adeg-Kaufleuten werden die neuen Sackerl natürlich offeriert.

„Als Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit werden wir den Rohstoffeinsatz künftig noch umweltbewusster gestalten und wollen damit zudem CO2-Emissionen einsparen. Darum setzen wir auch beim Thema Tragetaschen auf das Prinzip vermeiden, reduzieren und verwerten“, so Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender Rewe International AG.

Insgesamt circa 700 Tonnen Kunststoff werden mit der Umstellung pro Jahr eingespart. Die CO2-Emissionen diesbezüglich sollen so um jährlich etwa 50 Prozent reduziert werden. Zu einem großen Teil werden die nachhaltigeren Tragetaschen aus gesammeltem Plastikmüll, wie etwa Paletten-Umpackungsmaterial hergestellt. Mettler-Papier, der europäische Marktführer für Serviceverpackungen aus Papier und Kunststoff, produziert die neuen Tragetaschen von Billa, Merkur, Pennyund Adeg schon fleißig. Bis zum Herbst soll die Umstellung weitestgehend vollzogen sein.

Die Rewe International AG gilt seit Jahren als Vorreiter für nachhaltige Verpackungslösungen im österreichischen Lebensmittel- und Drogeriefachhandel. Bereits im Jahr 2008 hatte etwa Merkur im Zuge eines Pilotprojektes einen Teil seiner Plastik-Taschen auf wiederverwertete Altkunststoff-Sackerln umgestellt.

Pionierarbeit im Unternehmen in diesem Bereich hat aber, um ein weiteres Beispiel zu nennen, auch Bipa mit der Umstellung auf Papier- und Mehrwegtragetaschen geleistet. Und auch bei Produktverpackungen wird viel getan: So hat Ja! Natürlich 2011 den Startschuss für eine neue „Green-Packaging-Ära“ eingeleitet – schrittweise stellt die Bio-Eigenmarke die Verpackung seiner Produkte seither auf Materialien, die aus nachwachsenden, biologisch abbaubaren Rohstoffen, produziert werden, um. Zum Beispiel bei Obst und Gemüse von Kunststoff- auf Zellulosefolie, von Plastiktassen auf Kartontassen.

Bis 2015 sollen die Kunststoffverpackungen so im Vergleich zu 2011 alleine in dieser Warengruppe um 25 Prozent reduziert werden – im Jahr 2011 konnten damit bereits etwa 10 Tonnen Kunststoff eingespart werden. Durch die Umstellung der Folien bei Wurst kommen nun weitere 25 Tonnen pro Jahr hinzu.

Bei Billa, Merkur, Penny oder Adeg ganz auf Kunststoff-Tragetaschen zu verzichten, erscheint Tanja Dietrich-Hübner, Leiterin der Nachhaltigkeitsabteilung Rewe International AG, wenig praktikabel: „Im Lebensmittelhandel haben Kunststoff-Taschen gegenüber Bio- oder Papiertaschen deutliche Vorteile: Sie sind leicht und witterungsbeständiger, öfter verwendbar, preiswerter und zudem widerstandsfähiger. Dennoch möchten wir als umweltbewusstes Unternehmen natürlich den Wünschen unserer Kunden nach nachhaltigen Verpackungslösungen nachkommen – mit den Plastik-Tragetaschen aus Altkunststoff haben wir hierfür eine ökologisch wie auch preislich interessante Alternative gefunden.“

Die Recycling-Offensive werde aber, so Dietrich-Hübner weiter, nichts an der bisherigen Vielfalt an Tragetaschen in den Filialen und Märkten ändern: „In unseren Märkten bieten wir selbstverständlich auch künftig Papier-Tragetaschen, Sackerln aus Bio-Kunststoff sowie unsere Permanent-Tragetaschen an.“

Auch preislich bleibt alles wie gewohnt: Denn die neuen recycelten Kunststofftaschen werden zum gleichen Preis angeboten wie die bisherigen Plastiksackerln.
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