BMLFUW: TTIP: Rupprechter fordert Transparenz
 
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TTIP: Rupprechter fordert Transparenz

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Bundesminister Andrä Rupprechter © Accedo
Bundesminister Andrä Rupprechter © Accedo

Landwirtschaftsminister DI Andrä Rupprechter fordert im Lebensmittelsalon der Agentur Accedo vor Vertretern der Lebensmittelwirtschaft mehr Transparenz bei den Verhandlungen über das Transatlantikabkommen (TTIP), da die bisherige Geheimhaltungspolitik nicht förderlich war.

„Wir sind noch ganz weit weg von einem für uns balancierten Angebot. Aber wir stehen erst am Anfang der Verhandlungen.“ Rupprechter betont, dass dieses Abkommen von allen Regierungen ratifiziert werden wird. „Derzeit gäbe es in Österreich dafür keine Chance.“ Für ihn ist es besonders wichtig, dass die Regionen die Standards festlegen.

Rupprechter spricht sich außerdem für eine eigenständige europäische Außenpolitik aus, bei der nicht einfach nur umgesetzt wird, was die USA vorgeben. „Die Sanktionsspirale gegen Russland bringt nichts. Hier braucht es dringend Entspannung.“ Angesichts der bestehenden Russland-Krise hat der Landwirtschaftsminister eine Exportoffensive gestartet und zwar mit den Zielländern Südkorea, Philippinen, China und USA. Ähnlich wie es beim Wein schon erfolgreich praktiziert wird, wäre der Konnex Tourismus – Landwirtschaft im Export sicher hilfreich. Der Wein ist Rupprechters Vorbild für mehr regionale Marken wie die Wachauer Marille oder das steirische Kürbiskernöl. Er will deshalb die Rahmenbedingungen schaffen, um das Verfahren (das derzeit am Patentamt hängt) zu beschleunigen. In Richtung LEH meint Rupprechter, er fände es nicht gut, wenn mit Billigaktionen beim Konsumenten der Eindruck erweckt würde, das jeweilige Lebensmittel sei nichts wert. Das führe unter anderem dazu, dass sie leichtfertig weggeworfen werden.
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