WKO: Turbulente, aber solide Entwicklung im s...
 
WKO

Turbulente, aber solide Entwicklung im stationären EH

Cash
Ernst Gittenberger/ Projektleiter KMU-Forschung, Peter Buchmüller/ Bundesspartenobmann WKO Handel und Iris Thalbauer/ Bundessparten-GF © Cash
Ernst Gittenberger/ Projektleiter KMU-Forschung, Peter Buchmüller/ Bundesspartenobmann WKO Handel und Iris Thalbauer/ Bundessparten-GF © Cash

Die Wachstumsdynamik im stationären Einzelhandel verliert wieder an Schwung: Im 1. Halbjahr gelang dem Handel jedoch noch ein nominelles Umsatzplus von 1,3 %.

Die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) stellte heute, Donnerstag, die Halbjahresbilanz des stationären Einzelhandels vor. Dieser erzielte bis Juni 2018 ein Umsatzwachstum von nominell + 1,3 %. Zum Vergleich: im Vorjahr belief sich das Plus auf 2 %. Absolut betrachtet stiegen die Umsätze im stationären Einzelhandel auf rd. 34,6 Milliarden Euro (brutto, inkl. Ust.). Die Preisentwicklung entspricht der Inflationsrate (1,9 %). Real gesehen führte das nominelle Umsatzwachstum zu einem Rückgang des Absatzvolumens um - 0,6 %.

"Wir blicken auf eine turbulente erste Jahreshälfte zurück. Unterm Strich zeigt sich: Die Konjunkturdynamik flacht wieder etwas ab“, sagt Bundesspartenobmann Peter Buchmüller. Turbulent sei es vor allem deshalb, weil die Umsätze in den einzelnen Branchen sehr sprunghaft waren. Die Umsätze flachten seit 2017 zwar etwas ab, seien aber dennoch sehr zufriedenstellend - "obwohl es immer besser sein könnte", so der Obmann, der die neueste Entwicklung gemeinsam mit Ernst Gittenberger von KMU Forschung Austria und Kollegin Iris Thalbauer präsentierte.

Nach einem positiven Start ins Jahr 2018 im Jänner weist der stationäre Einzelhandel im Februar ein Umsatzminus auf. "Das kalendarisch frühe Ostergeschäft beschert dem Einzelhandel in Österreich im März hohe Umsatzzuwächse und im Gegenzug nur ein knappes Plus im April. Der Mai entwickelt sich - nicht zuletzt wetterbedingt - schwächer als im Vorjahr. Das Umsatzminus im Mai kann jedoch vom Plus im Juni wieder wettgemacht werden", erkärt Gittenberger. 

LEH bleibt umsatzstärkste Branche
Mit einem Plus von 4,5 % sind die Umsätze im Einzelhandel mit Bau- und Heimwerkerbedarf am stärksten gestiegen. An zweiter Stelle liegt der Einzelhandel mit Sportartikeln (+2,7%), knapp gefolgt vom Lebensmitteleinzelhandel (+2,5 %), der nach wie vor die umsatzstärkste Einzelhandelsbranche ist. "Der LEH trägt damit weiterhin wesentlich zur guten Konjunkturentwicklung im Einzelhandel bei, wenngleich sich die Dynamik gegenüber 2017 abgeschwächt hat", sagt Thalbauer. Der Einzelhandel mit Möbeln hat sich in allen Monaten positiv entwickelt und liegt mit einem Umsatzplus von 2,3 % ebenfalls über dem Einzelhandelsdurchschnitt.

Die höchsten Rückgänge hat der EH mit Spielwaren zu beklagen (-2,2 %) sowie der EH mit Elektrogeräten, Computern und Fotoartikeln (-2 %).

Zahl der Beschäftigten steigt
Während sich 40 % der Einzelhändler im 1. Halbjahr über Umsatzzuwächse freuen können, melden 18 % eine stabile und sogar 42 % eine rückläufige Entwicklung. Betrachtet man die Zahl der unselbstständig Beschäftigten, so macht sich mit + 1,2 % bzw. 4000 neuen Mitarbeitern ein klares Wachstum bemerkbar.

Nähere Informationen finden Sie unter: www.derhandel.at

stats