RegioData Research: Umsatzeinbußen bei Schuhe...
 
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Umsatzeinbußen bei Schuhen

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Im Jahr 2018 ist der Gesamtumsatz im Schuheinzelhandel deutlich gesunken – auch in dieser Branche scheint der Onlinehandel eine immer wichtigere Rolle zu spielen.

Die RegioData-Studie weist für die Österreicher (und die Touristen) einen Betrag von etwa 1,6 Milliarden aus, der für Schuhe ausgegeben wird (Gesamtumsatz, alle Vertriebswege). Im stationären Schuheinzelhandel steht der Umsatz derzeit bei knapp 1,3 Milliarden, was im Jahresvergleich einen (nominellen) Rückgang von 2,5 Prozent bedeutet. Vom Gesamtumsatz fließen jedoch rund 0,3 Milliarden Euro in andere Branchen, etwa in den Pure-Player-Online-Handel oder den Bekleidungshandel. Der Onlineanteil insgesamt nimmt weiterhin stark zu: Waren es in 2010 noch vier Prozent, so waren es 2018 knapp 25 Prozent (bezogen auf die Konsumausgaben der Wohnbevölkerung). Es ist klar, dass das Wachstumstempo im Online-Handel weiterhin deutlich höher ist als im stationären Handel.

Das Jahr 2018 verlief somit für den Schuheinzelhandel einerseits ungünstig, andererseits sind die Probleme schon längerem bekannt, denn seit 2009 steigt das Umsatzvolumen praktisch nicht. Trotzdem verändert sich die Anzahl der Standorte (ca. 1.400) und die Gesamtverkaufsfläche kaum. Selbst das Out von Vögele Shoes mit seinen ursprünglich ca. 70 Standorten wurde von der Expansion anderer Marktteilnehmer kompensiert. Somit ist die durchschnittliche Flächenproduktivität in der Branche gesunken.
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