Greenpeace: Umweltschutzorganisation fordert ...
 
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Umweltschutzorganisation fordert mehr wiederverwendbare Taschen

Greenpeace/Reka Tercza
© Greenpeace/Reka Tercza
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Im Rahmen eines Marktchecks hat Greenpeace die heimischen Lebesnmittelhändler einem "Sackerl-Test" unterzogen.

Mittels Fragebögen und Testkäufen wurde bewertet, was der Handel unternimmt, um den Überfluss an Plastiksackerln und damit Plastikmüll zu vermeiden.
Ein "Ausgezeichnet" oder "Sehr gut" hat Greenpeace bei dem Test nicht vergeben. Testsieger wurde demnach Diskonter Hofer mit der Note "Gut".

Greenpeace lobt zwar, dass im Mai 2016 alle Lebensmittelhändler freiwillig die "Vereinbarung 2016 - 2025 zur Vermeidung von Tragetaschen" unterschrieben haben. Doch laut Greenpeace wird nach wie vor zu wenig auf wiederverwendbare Taschen gesetzt. In diesem Zusammenhang verweist die Umweltschutzorganisation darauf, dass Rewe International, Hofer und Lidl ab 2017 zwar ganz auf das Plastik-Sackerl verzichten werden. Doch Papiertragetaschen sollen weiterhin erhältlich sein, was aus Sicht von Greenpeace eine klare Fehlentscheidung ist. "Denn auch diese werden meist nur einmalig benutzt und haben durch den hohen Energieeinsatz bei der Produktion keine bessere Ökobilanz als klassische Plastiksackerl. Die umweltfreundlichere Lösung sind stabile Taschen, die erneut verwendet werden können", heißt es seitens Greenpeace.

Gleichzeitig fordert die Umweltschutzorganisation, dass auch der restliche Handel aktiv werden muss. "Um die Umweltbelastung durch Plastiksackerl zu verringern, müssen auch Branchen wie der Textil- und Elektronikhandel mit den Supermärkten gleichziehen und die freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnen", so Nunu Kaller, Konsumentensprecherin von Greenpeace.

Hier die detaillierten Testergebnisse des Greenpeace Marktchecks als Download:
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