Karriere.at: Unbegrenzter Urlaub?
 
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Unbegrenzter Urlaub?

Rainer Sturm/pixelio.de
Die Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hält unbegrenzten Urlaub für eine tolle Idee © Rainer Sturm/pixelio.de
Die Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hält unbegrenzten Urlaub für eine tolle Idee © Rainer Sturm/pixelio.de

Die Mehrheit der österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hält unbegrenzten Urlaub für eine „tolle Idee“, hat eine aktuelle Umfrage von karriere.at eruiert.

Das Karriereportal hat seine User online befragt, was sie von unlimitiertem Urlaub halten. Der größte Teil der 754 Arbeitnehmer, die an der Umfrage teilnahmen, nämlich 80 Prozent findet Gefallen daran. 70 Prozent sprachen von einer „tollen Idee, wenn jeder verantwortungsbewusst damit umgeht“. Zehn Prozent antworteten etwas vorsichtiger: „Mal schauen, ist möglicherweise eine Überlegung wert.“ 16 Prozent sind hingegen „nicht sicher, ob das funktioniert“. Vier Prozent können sich einen Urlaub ohne zeitliche Begrenzung „überhaupt nicht vorstellen“.

Interessanterweise findet auch eine Mehrheit der 186 befragten Unternehmensvertreter (HR-Manager, Geschäftsführer und Führungskräfte) Gefallen an dem Modell, so karriere.at: Für 38 Prozent der Befragten handelt es sich um eine „tolle Idee, fördert Vertrauen und Verantwortung“. „Mal schauen, kann einen Versuch wert sein“, erklärten 27 Prozent. 26 Prozent sind eher skeptisch: „Hört sich gut an, funktioniert aber nur bedingt.“ Für neun Prozent ist unbegrenzter Urlaub ein absolutes No-Go: „Auf keinen Fall, es muss Grenzen geben.“ Natürlich, so Thomas Olbrich, Chief Culture Officer bei karriere.at, seien die Bedingungen für das Funktionieren eines solchen Modells abhängig von Branche und Unternehmen. Jedenfalls solle man stets überlegen, was Verantwortung und Motivation steigert.

Abschließend sei hier noch zu bedenken gegeben: Die Rede von einer „Unbegrenztheit“ setzt stillschweigend ein noch nicht ausdrücklich gewordenes Verständnis von „Grenze“ voraus. Worin diese besteht, wäre dann jeweils zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber festzulegen.
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