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Unimarkt: Lokale Größe im Umbruch

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Die Unimarkt Geschäftsführer Andreas Haider und Robert Knöbl.© Unimarkt-Gruppe
Die Unimarkt Geschäftsführer Andreas Haider und Robert Knöbl.© Unimarkt-Gruppe

Die Unimarkt-Gruppe konnte 2018/19 einen Umsatz von 420 Millionen Euro verbuchen. Ab diesem Jahr soll es mehr Franchise-Partner als Eigenfilialen geben.

Mit einer Umsatzsteigerung von 2,7 % auf 420 Millionen Euro konnte die Unimarkt-Gruppe ihr Geschäftsjahr 2018/19 abschließen, das konsolidierte Ergebnis beläuft sich auf rund 3 Millionen Euro. Die Unimarkt Geschäftsführer Andreas Haider und Robert Knöbl sind damit mehr als zufrieden: "Damit liegen wir über dem Schnitt des Lebensmitteleinzelhandels, der ist um 1,8 Prozent gewachsen. Für das kommende Jahr erwarten wir wieder 2 Prozent Umsatzplus und einen Gewinn auf Vorjahresniveau", so Andreas Haider.

Unimarkt erwirtschaftet die Hälfte des Umsatzes mit Frischeprodukten, lokale und Bio-Produkte machen weitere 24 % aus. Demensprechend viel Augenmerk wird auf die beiden Kategorien gelegt: In der Feinkost werden ausschließlich Produkte von heimischen Familienbetrieben angeboten, lokale und regionale Hersteller werden bei einem 30 m2 großen Shop-in-Shop-Konzept angeboten. Insgesamt arbeitet die Unimarkt-Gruppe mit rund 110 Fleischproduzenten, 80 Käsereien und 200 Bäckern zusammen.

Standorte mit Konzept
Aktuell gibt es 125 Unimarkt-Standorte - bis 2022 sollen es 130 werden. Obwohl die Anzahl der Standorte fast gleich bleibt, passiert in der Firmenstruktur viel: Um den lokalen Bezug zu stärken wird das Filial-Netzwerk fast komplett auf ein Franchisesystem umgestellt. Unimarkt bietet dieses zwar seit 30 Jahren an, 2019 wird jedoch eine große Umstellung folgen: Bis zum Jahresende sollen aus den 52 Franchise-Standorten 65 werden, die Anzahl der Eigenfilialen wird von 73 auf 60 reduziert. Haider versichert jedoch: "Auch, wenn wir bis 2022 die Anzahl der Franchisepartner auf 100 erhöhen werden, geben wir unsere Eigenfilialen nicht auf. Dort werden wir Prozesse und Konzepte testen, bevor wir sie an unsere Franchisenehmer ausliefern."

Auch rund um die 230 betreuten Nah & Frisch-Standorte passiert viel: Im Vorjahr wurden 13 Filialen renoviert, dieses Jahr stehen 14 weitere an. Bei Unimarkt werden 22 Standorte zu Frischemärkten mit Fokus auf Frischeprodukte umgebaut. Insgesamt werden 10 Millionen Euro in die Unimarkt-Gruppe investiert, etwa 6,5 Millionen davon in Unimarkt selbst.

Online aus der Region
Mit viel Zuversicht spricht Haider über den Unimarkt-Onlineshop, welcher 8.000 Artikel stark ist: "Wir können auch dieses Jahr wieder ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Früher wurden die Waren von Kaufleuten bis zur Haustür gebracht, in diese Richtung möchten wir uns auch jetzt wieder bewegen und die klassische Hauszustellung digitalisieren." Während die bestellten Produkte von den Filialen kommen, übernimmt die Auslieferung ein lokaler Dienstleister. In Salzburg wurde das Modell bereits erfolgreich getestet, in den kommenden Monaten folgen weitere Versuchs-Standorte, bevor der Bestellservice Firmenweit verfügbar sein wird.
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