WKÖ/BGF: Verstärkte Gesundheitsförderung im B...
 
WKÖ/BGF

Verstärkte Gesundheitsförderung im Betrieb

WKÖ/BGF
© WKÖ/BGF
© WKÖ/BGF

Die WKÖ und das Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) haben Zahlen und Fakten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in Österreich 2017 veröffentlicht.

Drei von vier österreichischen Unternehmen (Betriebe ab zehn Mitarbeitern) haben sich schon mit Gesundheitsförderung im Betrieb beschäftigt. Über 70 Prozent beschäftigen sich mit einer ergonomischen Gestaltung der Arbeitsplätze, jeweils knapp die Hälfte der Unternehmen ändert Arbeitsabläufe, setzt auf Bewegungsangebote oder Teambuilding. Über 40 Prozent der Unternehmen geben an, im Rahmen der BGF neue Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. Das ergibt die jüngste Umfrage von WKÖ und BGF.

Das Ergebnis einer aktuellen österreichweiten Online-Umfrage in heimischen Unternehmen – lanciert von der WKÖ und vom Netzwerk BGF im Frühjahr 2017 – bestätigt den positiven Trend: „Unternehmen setzen zunehmend auf Betriebliche Gesundheitsförderung zum Wohl der Mitarbeiter und des Unternehmens!“, zeigt sich Dr. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der WKÖ, erfreut. Dr. Josef Probst, Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, fügt hinzu: „Die Bemühungen der Sozialversicherung, die betriebliche Gesundheitsförderung wirklich breit auszurollen, werden sukzessive wirksam. Dem Wunsch der Unternehmen nach mehr Information über BGF und die Möglichkeiten einer effizienten und wirkungsorientierten Umsetzung werden wir gemeinsam nachkommen.“

Allerdings: Nur jeder Zehnte führt nach wie vor „kein Interesse“ an. Zu wenig Wissen, fehlende personelle Ressourcen und hoher zeitlicher Aufwand sind die häufigsten Barrieren für Unternehmen, sich auf das Thema einzulassen, zeigt die Umfrage. „Die Unternehmen wollen sich für ihre Mitarbeiter engagieren, oft fehlt einfach das Wissen, um BGF zu ermöglichen. Jetzt müssen wir uns bemühen, dass motivierte Betriebe auch bei der Umsetzung unterstützt werden“, betont Gleitsmann. Dass dies nötig sein könnte, zeigt auch die folgende Prozentzahl: Von den rund 25.000 befragten Unternehmen gab es einen Antwortrücklauf von nur 2,7 %; da ist also noch Luft nach oben.

Interessierten Unternehmen empfiehlt man, die Mitglieder des Österreichischen Netzwerks BGF zu kontaktieren: Sie bieten Unternehmen Unterstützung bei der betrieblichen Gesundheitsförderung an, Infos und Kontakt via www.netzwerk-bgf.at. – „Die Informationen und Angebote für Unternehmen erleichtern den Einstieg in eine systematische Umsetzung zur betrieblichen Gesundheitsförderung“, sagt Probst abschließend.
stats