VKI: Verstärktes Augenmerk auf Mogelpackungen
 
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Verstärktes Augenmerk auf Mogelpackungen

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Man will damit die Industrie dazu bringen für weniger Konsumentenärger zu sorgen.

Da Thema ist keineswegs neu, aber scheinbar nicht wegzubringen. Zumindest nicht aus dem 'Fokus des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Dieser hat nämlich angekündigt, dass er ab sofort den so genannten Mogelpackungen den Kampf ansagen wird und wird die prominentesten Mißstände ab der September-Ausgabe auf der Homepage www.konsument.at und in der eigenen Zeitschrift "Der Konsument" veröffentlichen.

Unter Mogelpackungen versteht der VKI zumeist verpackte Luft in allen nur erdenklichen Erscheinungsformen. In einer Aussendung heisst es: "Mal ist es weniger Inhalt bei gleichem Preis und gleicher Verpackungsgröße, mal bleibt der Inhalt gleich und die Maße der Verpackung steigen zusammen mit dem Preis. Auch sorgfältig dosierte Mischformen dieser Varianten lassen sich im Supermarktregal entdecken. Allen gemeinsam ist der fade Beigeschmack beschummelt worden zu sein, der beim Verbraucher zurück bleibt.

„Die derzeitige Situation erschwert den Konsumentinnen und Konsumenten die Orientierung vor dem Supermarktregal erheblich“, sagt VKI-Expertin Katrin Mittl. „Äußerlich gleiche Produkte können sehr unterschiedliche Produktmengen enthalten. Das von den Herstellern immer wieder angeführte Argument, die Füllmenge werde von technischen Erfordernissen bestimmt, ist schwer nachvollziehbar, wenn bei identischer Verpackungsgröße ein Hersteller 100 Gramm, ein anderer 150 Gramm und ein dritter 200 Gramm des gleichen Produktes in die Verpackung füllen kann."

Wobei Mittl einräumt: "Aus Marketing-Sicht haben große Verpackungen natürlich Vorteile. Nicht nur, dass dem Kunden ein größeres Produktvolumen vorgegaukelt wird, eine größere Verpackung bedeutet eben auch mehr Werbefläche und Aufmerksamkeit im Supermarktregal."
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