Verein für Konsumenteninformation: VKI-Finanz...
 
Verein für Konsumenteninformation

VKI-Finanzierung ist gesichert

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Bundesminister Alois Stöger: „Es wurde Zeit, dass der VKI auch Gelder von Unternehmen bekommt, die sich nicht an die fairen Marktregeln halten."
Bundesminister Alois Stöger: „Es wurde Zeit, dass der VKI auch Gelder von Unternehmen bekommt, die sich nicht an die fairen Marktregeln halten."

Der Verein für Konsumenteninformation erhält ab dem kommenden Jahr 1,5 Millionen Euro der jährlich vom Kartellgericht verhängten Bußgelder.

Der Fortbestand des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) ist gesichert, da langfristige Finanzierung endlich geklärt wurde. Künftig bekommen die Konsumentenschützer jährlich 1,5 Millionen Euro aus den vom Kartellgericht verhängten Bußgeldern. Heute verkündet das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dass der Verein einen Anteil an den Bußgeldern bekommt. „Es wurde Zeit, dass der VKI auch Gelder von Unternehmen bekommt, die sich nicht an die fairen Marktregeln halten“, sagt Bundesminister Alois Stöger. Stöger betont die Wichtigkeit des VKI für die österreichischen Konsumenten: „Der VKI ist eine wichtige Institution für alle Konsumentinnen und Konsumenten, die sich für deren Rechte einsetzt. Mit jährlich ca. 60.000 Beratungen, 2.000 Interventionen und 100 neuen Klagen pro Jahr ist der Verein unermüdlich für die Österreicherinnen und Österreicher im Einsatz.“ Der Verein sei ein Erfolgsmodell von dem alle Konsumenten profitieren würden, so der Sozialminister.

Im vergangenen VKI-Jahresbericht appellierten die beiden Geschäftsführer Rainer Spenger und Josef Kubitschek, dass die Zuteilung der Bußgelder möglichst rasch erfolgt, da der Verein seinen Fortbestand nur einer Überbrückungsfinanzierung zu verdanken hätte. Bereits ein Jahr zuvor machte der scheidende Geschäftsführer, Franz Floss, darauf aufmerksam, dass der Verein in einer finanziellen Krise steckt. Nach und nach stiegen alle Sozialpartner, zuletzt der ÖGB, aus dem VKI aus. Einzig die Arbeiterkammer hält den Konsumentenschützern als einziges ordentliches Mitglied die Treue. Außerordentliches Mitglied ist die Republik Österreich, vertreten durch das BM für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. Mit dem neuen Finanzierungsmodell kann der VKI, der 2014 eine Betriebsleistung von über 12 Millionen Euro hatte und sich Großteils aus den eigenen Erlösen finanziert, seiner unabhängige Tätigkeit als Verbraucherschutzorganisation weiter nachgehen.
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