Spar/Arche Noah: Vorhang auf für vier Erdäpfe...
 
Spar/Arche Noah

Vorhang auf für vier Erdäpfel-Raritäten

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Nach Bio-Saaten bringt Spar unter der Eigenmarke "Spar wie früher" vier Bio-Erdäpfel-Raritäten auf den Markt. ©Spar
Nach Bio-Saaten bringt Spar unter der Eigenmarke "Spar wie früher" vier Bio-Erdäpfel-Raritäten auf den Markt. ©Spar

Rote Emma, Blaue Elise, Rosa Tannenzapfen und Sieglinde - das sind die hübschen Namen der vier Erdäpfelraritäten, die Spar in einem Gemeinschaftsprojekt mit Arche Noah unter der Eigenmarke "Spar wie früher" ab sofort anbietet.

Rund 5.000 Erdäpfelsorten soll es weltweit geben. Hierzulande sind gerade einmal noch 45 Sorten registriert. 1950 waren noch 227 Erdäpfelsorten in der österreichischen Sortenliste aufgeführt. Viele dieser Raritäten existieren aber noch und werden meist von kleinen Gärtnern und Bauern gezüchtet und erhalten.

Auch vor dem Hintergrund der geplanten neuen EU-Saatgutverordnung, die angeblich "dem Schutz der Konsumenten" dienen soll, will Spar Österreich nun gemeinam mit dem Verein "Arche Noah", der sich seit 1990 der Bewahrung von regionaler Kulturpflanzenvielfalt verpflichtet, bei Erdäpfeln ein weiteres Zeichen für Biodiversität setzen. Nach Bio-Saaten bringt Spar nun unter seiner Eigenmarke "Spar wie früher" auch vier Bio-Erdäpfel-Raritäten auf den Markt. Sie tragen Namen wie "Rote Emma", "Blaue Elise", "Rosa Tannenzapfen" und "Sieglinde".

Statement gegen EU-Einheitsgemüse



"Die Raritäten heben sich im Geschmack, den Farben und Formen ab“, erklärt Beate Koller, Geschäftsführerin des Vereins Arche Noah, der 2012 mit Spar eine langfristige Kooperation besiegelt hat. SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel: "Wir wollen Vielfalt statt EU-Einheitsgemüse fördern!" Laut dem aktuellen Entwurf der EU-Saatgutverordnung dürfen nur Kleinbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern Obst- und Gemüsesorten ohne Sortenzulassung unter Auflagen weitergeben. Aus dem Handel und damit aus dem Großteil der österreichischen Einkaufskörbe würden diese Sortenspezialitäten damit für immer verbannt. "Wir bestehen darauf, unseren Konsumenten auch weiterhin die Vielfalt der Sortenraritäten zu einem vertretbaren Preis anzubieten" kommentiert Drexel die abstrusen EU-Pläne, die nach Auffassung vieler Kritiker lediglich großen Saatgutherstellern Vorteile bringen würden, nicht aber den kleineren Produzenten und den Konsumenten in Europa.

Was die vier Raritäten bieten



Eher einer Roten Beete als einer Kartoffel ähnelt Blaue Elise, auch als "Violetta" bekannt. Die Sorte mit dunkel-violetter Schale und violettem Fruchtfleisch wird etwa für Salz- und Braterdäpfel empfohlen und sorgt als Erdäpfelsalat für besondere farbliche Akzente.

Rote Emma. Die auffällig rot gefärbte Erdäpfelsorte heißt offiziell "Red Emmalie". Sie hat einen würzigen Geschmack und eignet sich besonders für Erdäpfelsalat, Beilagen sowie für Gnocchi.

In England bereits seit 1850 als "Pink Fir Apple" bekannt ist die alte Sorte  "Rosa Tannenzapfen", deren Form einem Tannenzapfen nahekommt. Heuer zum "Erdapfel des Jahres" gekürt, kommt die Sorte durch ihren würzigen Geschmack besonders in Salaten zur Geltung.

Sieglinde, der "Speiseerdapfel des Jahres 2010", existiert bereits seit 1935 und zählt zu den ältesten zugelassenen Erdäpfelsorten. Sieglinde ist festkochend und passt daher ideal für Erdäpfelsalat, Salz- und Braterdäpfel.

Die Bio-Erdäpfel sind in ausgewählten Spar Gourmet-Märkten sowie allen Eurospar- und Interspar-Märkten im Vierer-Kisterl erhältlich. Was sich mit ihnen besonders gut zubereiten lässt, ist in einem Rezeptheft nachzulesen, das allen Kisterln beigegeben wird und in den Märkten gratis aufliegt.
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