Rewe Group: Wachstum im In- und Ausland
 
Rewe Group

Wachstum im In- und Ausland

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Mit einem Plus von 2,4 Prozent setzte man 2014 51,1 Milliarden Euro um. In Österreich stieg der Umsatz jedoch nur um 0,5 Prozent.

„Wir hatten ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2014“, erklärte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, anlässlich der Vorstellung der noch nicht testierten Geschäftszahlen am 31. März 2015 in Köln.

Trotz eines laut GfK stagnierenden deutschen Lebensmitteleinzelhandels 2014 und herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Mittel- und Osteuropa hat die Rewe Group im vergangenen Geschäftsjahr ihren Gesamtaußenumsatz aus fortzuführendem Geschäft um 2,4 Prozent auf 51,1 Milliarden Euro gesteigert; bereinigt um negative Wechselkurseffekte lag das Plus bei 3 Prozent.

Caparros weiter: „Unsere Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in Expansion und Modernisierung haben unserem Geschäft im In- und Ausland erneut sehr positive Impulse gegeben. Durch unsere Strategie der kontinuierlichen Modernisierung und durch innovative Formate und Vertriebskonzepte gelingt es uns, dynamisch und profitabel aus eigener Kraft zu wachsen – auch unter schwierigen Markt- und Wettbewerbsbedingungen. Deshalb sind wir sehr zufrieden mit der Umsatzentwicklung unseres Unternehmens. Zugleich liegen wir beim operativen Ergebnis (EBITA) deutlich über unserer Planung.“

Den größten Beitrag zum Umsatzwachstum der Rewe Group leistete das Geschäft in Deutschland, das sich um 2,8 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro erhöhte. Der Auslandsumsatz in elf europäischen Ländern wurde um 1,4 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro gesteigert. Negative Wechselkurseffekte belasteten die Umsatzerlöse mit rund 300 Millionen Euro. Bereinigt um diese Effekte lag das Umsatzwachstum im Ausland 2014 bei 3,4 Prozent.

Als besonders erfolgreich erwiesen sich die Supermärkte der Rewe Group in Deutschland: Das Vollsortiment National lag mit einem Plus von 3,4 Prozent an der Spitze der Umsatzentwicklung im deutschen Supermarktgeschäft 2014.

Caparros dazu: „Überragend war einmal mehr die Leistung unserer mittelständischen Rewe-Kaufleute, die ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent steigerten. Der mittelständische selbstständige Einzelhandel als Kern unserer genossenschaftlichen Gruppe ist so erfolgreich wie noch nie in unserer 88-jährigen Unternehmensgeschichte. Unsere Kaufleute verkörpern unsere genossenschaftlichen Werte Leistungsstärke, Serviceorientierung, Innovationskraft, Kooperation und Nachhaltigkeit, und sie sind seit vielen Jahren der Motor unserer positiven Entwicklung. Deshalb werden wir auch in Zukunft das Geschäft unserer selbstständigen Kaufleute stärken und ausbauen.“

Doch nicht allein das Lebensmitteleinzelhandelsgeschäft der Rewe Group lag an der Spitze des Wettbewerbs. Auch die Touristik und die Baumärkte verzeichneten eine herausragende Entwicklung. „Unsere Reiseveranstalter wuchsen beim Umsatz zweistellig und liegen damit vor den meisten Wettbewerbern – und dies auch bereinigt um Akquisitionen. Zugleich erzielte toom Baumarkt einen der besten Umsatzzuwächse in seiner Unternehmensgeschichte“, so Caparros

Das Geschäft Vollsortiment International, welches die Aktivitäten der Rewe Group in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Russland, Rumänien, Kroatien, der Ukraine und Bulgarien umfasst, erreichte mit 8,6 Milliarden Euro (-0,5 %) Umsatz das Vorjahresniveau. Negative Wechselkurseffekte in den Ländern Mittel- und Osteuropas belasteten die Umsatzerlöse mit über 200 Millionen Euro. Bereinigt um diese negativen Effekte erzielte das Geschäftsfeld ein Umsatzplus von 1,9 Prozent.

In Österreich erhöhte sich der Umsatz von Billa, Bipa, Merkur und Adeg trotz einer schwierigen Wirtschaftslage und sinkender Konsumnachfrage um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Marktanteil von über 35 Prozent blieb die Rewe International AG deutlich die Nummer 1 im österreichischen Lebensmittel- und Drogeriefachhandel. Im laufenden Geschäftsjahr 2015 werden erneut Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen Euro zur Festigung der führenden Marktposition getätigt.

Der Umsatz in den sieben Märkten in Mittel- und Osteuropa, deren Vollsortimentsgeschäft von Österreich aus gesteuert wird, konnte 2014 wechselkursbereinigt um 4,9 Prozent gesteigert werden. Obwohl die Umsatzziele in Russland und der Ukraine in Landeswährung erreicht wurden, bleibt die Situation in diesen Märkten angesichts der politischen und wirtschaftlichen Lage herausfordernd.

Penny Deutschland erhöhte den Umsatz im Jahr 2014 um 0,5 Prozent auf 6,85 Milliarden Euro, Penny International erwirtschaftete in den sechs Ländern Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien, Rumänien und Bulgarien einen Umsatz auf dem Vorjahresniveau von 4 Milliarden Euro (-0,3 5). Belastet wurde die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 durch Deflation im Sortiment und vor allem durch negative Wechselkurseffekte in Bulgarien, Rumänien, Tschechien und Ungarn. Bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte stieg der Umsatz im Geschäftsfeld Discount International um 1,9 Prozent. Die Anzahl der Märkte wuchs um 2,1 Prozent auf 1.372.

Mit einem Umsatz von 1,09 Milliarden Euro ist Tschechien unverändert der umsatzstärkste Auslandsmarkt von Penny, in dem nach Bereinigung der Wechselkurseffekte ein Umsatzplus von 2,6 Prozent erwirtschaftet wurde.

Nicht beeinträchtigt durch die negativen Wechselkurseffekte wurde die Profitabilität des Geschäftsfelds Discount International. Das EBITA des Geschäftsfelds übertraf den Vorjahreswert und zugleich die eigene Planung.
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