Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe: Weihnac...
 
Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe

Weihnachten 2010 süß, sauer und pikant

Die Lebensmittelgewerbe werden heuer zu Weihnachten ein Umsatzplus verbuchen, denn Lebensmittel, allen voran Schokolade und Kekse, sind beliebte Geschenke. Aber nicht nur die Konditoren und Bäcker können sich freuen, auch die Fleischer erwartet eine betriebsame Zeit, sind doch Fleisch- und Wurstwaren oft auch Teil der Weihnachtstradition wie die Kärntner Selchwürste oder die Salzburger Würstelsuppe. Bäcker, Zuckerbäcker, Fleischer sowie Nahrungs- und Genussmittelhersteller haben für die Weihnachtszeit auch viele kreative Ideen.

Die KonsumentInnen sind wieder in Kauflaune und es wird auch wieder mehr Geld für Weihnachten ausgegeben, das belegen aktuelle Studien zum Weihnachtsgeschäft 2010. Laut Ernst & Young liegen die Geschenkkategorien Lebensmittel/Süßwaren klar vor Kosmetika, Veranstaltungsbesuchen, Sportartikeln, Gesundheitsprodukten und Schmuck. Im Ranking der beliebtesten Lebensmittelgeschenke liegt Schokolade vor Keksen und Geschenkkörben. Der schon so oft totgesagte Krampus rasselt nach wie vor mit seiner Kette, denn Krampusse und Nikoläuse bleiben neben  Keksen, Lebkuchen und Stollen die Renner. Eine von meinungsraum.at durchgeführte Umfrage zeigt auch einen Trend auf: Es wird weniger selbst gebacken. Vor allem junge Leute (64 %) kaufen Kekse gerne bei ihrem Bäcker oder in ihrer Konditorei.
„Die Verbraucher achten vor allem auf Qualität und die heimischen Gewerbebetriebe liefern das Beste. An Bedeutung stark gewonnen hat der Faktor Herkunft und Originalität. Bäcker, Konditoren, Müller, Fleischer sowie Nahrungs- und Genussmittelhersteller sind in der Region stark verankert.“ so Bundesinnungsmeister Dr. Paulus Stuller.

Der Festtagstisch und das Brauchtum

Zwei Drittel der Österreicher essen Fleisch- und Wurstwaren sowie Geflügel zu den Weihnachtsfeiertagen, allen voran die Kärntner gefolgt von den Tirolern und Salzburgern.
Die Kärntner essen gerne Selchwürste mit Sauerkraut und Schwarzbrot, die Tiroler und Salzburger schätzen am Weihnachtsabend eine Würstelsuppe. Auch Bratwürste und Wurstplatten werden österreichweit häufig kredenzt.
„Störibrotanschneiden“ ist ein oberösterreichischer Brauch am Stefanitag. Das Kletzenbrot ist vor allem in Westösterreich verbreitet und war wie das Störibrot eine Gabe an die Dienstboten. In ganz Österreich gibt es auch traditionelle Nikolausgebäcke, ist doch der Heilige Nikolaus der Schutzpatron der Bäcker.
Weihnachtszeit ist Konditorzeit. Charakteristisch sind neben Teegebäck und Stollen – dessen Form an das gewickelte Christkind erinnern soll – auch Lebkuchen.

Das Weihnachtsgeschäft läuft und die Regale sind ideenreich gefüllt

Viele Betriebe können bereits jetzt auf ein gut gestartetes Weihnachtsgeschäft verweisen. „ Die vergangen Wochen waren bereits sehr umsatzstarke Wochen. Wir hatten in einigen Filialen zweistellige Prozentzuwächse.“ berichtet z.B. Vinzenz Bäuerle, Backstubenleiter der Konditorei Oberlaa. Auch der Kräuterpapst Johannes Gutmann rechnet mit einem Umsatzplus von 10 Prozent  gegenüber dem Vorjahr und der Marmeladenspezialist Hans Staud prognostiziert „Seit Anfang November spürt man so richtig, dass die Konsumenten wieder mehr in Kauflaune sind, als in den letzten Jahren. Ich rechne mit einem Anstieg von 20 Prozent .“
Der Konditor Erich Semmelrock aus Kärnten hat sich für 2010 originelle Lebkuchenkreationen einfallen lassen mit Curry oder rosa Pfefferbeeren. Der innovative Fleischereibetrieb Walser hat sich auf Weihnachts- und Silvester-Fondueplatten spezialisiert, während Fleischermeister Höller aus Niederösterreich gefüllten Maronibraten anbietet, der nur noch ins Rohr geschoben werden muss.
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