Erstaunliches Ergebnis: Wein & Co. verdreifac...
 
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Wein & Co erzielte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Verdreifachung des Gewinns des Vorjahres.
Wein & Co erzielte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Verdreifachung des Gewinns des Vorjahres.

Bei leicht gestiegenem Umsatz (aktuell 42 Mio. Euro) kann sich die Weinhandelskette Wein & Co über ein deutlich höhres Jahresergebnis freuen. Im mit September abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2008/09 konnte eine Verdreifachung des Gewinns des Vorjahres erreicht werden.

Die Gründe für das gute Abscheiden in Krisenzeiten sieht Heinz Kammerer, Eigentümer der Weinhandelskette mit nunmehr 17 Shops in ganz Österreich, zum einen darin, dass das Vorjahresergebnis durch die Investitionen in Graz und Salzburg belastet war und andererseits in den qualitativen Maßnahmen, die in den vergangenen 20 Monaten in allen Unternehmensbereichen gesetzt wurden.
Unter anderem konnten die Logisitkkosten deutlich reduziert werden. Zudem konnten durch effektiveres Datamining 20.000 bereits inaktive Kunden wieder zu regelmäßig kaufenden Kunden konvertiert werden. Zusätzlich konnten durch Kooperationsprojekte mit Kultureinrichtungen wie etwa dem Wiener Konzerthaus oder dem Museum im Belvedere rund 2.500 Neukunden lukriert werden. Insgesamt hat sich die Wein & Co-Kundendatei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 36.500 Kunden auf eine derzeit aktive Kundenzahl von 250.000 erhöht, wovon rund 150.000 Kunden aktive VinoCard-Holder sind. Last but not least hat Wein & Co im vergangenen Jahr auch sein Sortiment präzisiert, d.h. um Überschneidungen bereinigt. Im preisgünstigen Bereich Erfuhr das Sortiment hingegen eine Aufstockung. In Summe umfasst das Wein & Co. Portfolio derzeit rund 2.000 Artikel. Die Käufer berappten im Shop im Duchschnitt zuletzt einen Preis von 18 Euro je Flasche. Weiterhin gut entwickelt sich laut Kammerer auch das Online-Geschäft.

Ambitioniertes Investitionsprogramm



Ungeachtet der Wirtschaftskrise verfolgt Wein & Co in diesem Jahr ein sehr ambitioniertes Investitionsprogramm. Nach der Eröffnung einer weiteren (der 17.) Filiale Anfang Dezember in Wien Hietzing wird Wein & Co im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 gut drei Millionen Euro in die Erweiterung von drei bereits bestehenden Standorte investieren, zwei davon in enger Zusammenarbeit mit Unibail-Rodamco, seit dem Vorjahr bekanntlich auch Eigentümer der SCS und des Donauzentrums.

Neuer Megastore in der SCS



Bereits im Mai wird der neue Wein & Co Megastore in der Shopping City Süd neu eröffnet, der auf doppelter Fläche (400 m2) nicht nur großzügigere Degustationsmöglichkeiten anbietet, sondern wo dank eines neuen Enomatic-Systems ständig bis zu 40 Weine verkostungsfrisch angeboten werden können. Auf diese Art können Kostproben auch von sehr hohwertigen Weinen mit einem Flaschenpreis von mehr als 30 Euro je Flasche angeboten werden.
Darüber hinaus werden im neuen Megastore die Ergebnisse eine interen Studie erstmals umgesetzt, die die Kaufmotive der Kunden analysierte. Die Patzierung und Zweitplatzierung der Produkte werden dementsprechend angelegt.

Wein & Co Headquarter goes Niederösterreich



Parallel mit der Erweiterung zum Megastore wird im Mai 2010 auch das Wein & Co Headquarter vom derzeit 22. Bezirk in die SCS verlegt.

Weitere Megastores auf der Mariahilfer Straße und im DZ



Die weiteren Megastores werden im Oktober 2010 eröffnet: Im neuen Teil des Donauzentrums (ebenfalls auf einer Fläche von rund 400 m2) und auf der Mariahlfer Straße (rund 1.000 m2), wo in einem von den Architekten Henke und Schreiack geplanten Landmarkbuilding ein urbanes Weinzentrum ganz neuer Art eröffnet wird, quasi die Weiterentwicklung des erfolgreichen Wein & Co Barkonzeptes.

Gastro-Plattform fordert: Gleiches Recht für alle!



Kritik übt Kammerer an der aktuellen Gesetzeslage für die Raucherregelung in der Gastronomie. Letztere sieht vor, dass Lokale mit mehr als 50 m2 Fläche bis spätestens Juli 2010 einen "hermetisch schließbaren" separierten Raum für Raucher einrichten oder insgesamt als Nichtraucherlokal geführt werden, während Betriebe mit einer Fläche von weniger als 50 m2 ohne Veränderungen bestehen bleiben und selbst entscheiden dürfen, ob sie ihr Lokal als Raucher oder Nichtraucherlokal weiterführen wollen. "Diese Regelung stellt einen Eingriff in den freien Wettbewerb dar und verpflichtret rund die Hälfte der Gastronomen entweder zu enormen Investitionen (durchschnittlich rund 30.000 bis 50.000 Euro, Anm.) - oder zum Verzicht auf rauchende Gäste" kritisiert Kammerer. Letzteres kann Berechnungen seines Unternehmens zufolge je nach Lokaltyp einen Umsatzrückgang von 15 bis 50 Prozent nach sich ziehen. "Eine echte Loose-loose-Situation also, die angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und ihrer bereits massiven Auswirkungen auf die heimische Gastronomie - für viele Betriebe mehr oder weniger tödlich sein wird", beklagt Kammerer.

Um dem Gesetzgeber stichhaltige Argumente zur Veränderung des Gesetzes noch vor dessen finalem Inkrafttreten zu liefern hat Kammerer gemeinsam mit Mitstreitern deshalb die Plattform www.gleichesrechtfueralle.at ins Leben gerufen, der sich alle interessierten Gastronomen kostenlos anschließen können.

Tritt das Nichtrauchergesetz in der vorliegenden Fassung in Kraft, könnten bis zu 20.000 Arbeitsplätze in der Gastronomie verloren gehen. © Fotos: Wein & Co.
Fotos: Wein & Co.
Tritt das Nichtrauchergesetz in der vorliegenden Fassung in Kraft, könnten bis zu 20.000 Arbeitsplätze in der Gastronomie verloren gehen. © Fotos: Wein & Co.
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