Hofer: Wie Hofer Blumen und Pflanzen einkauft
 
Hofer

Wie Hofer Blumen und Pflanzen einkauft

Hofer
Hofer bietet Fairtrade-Blumen an © Hofer
Hofer bietet Fairtrade-Blumen an © Hofer

Der Lebensmitteldiskonter Hofer hat seine Blumen- und Pflanzen-Einkaufspolitik veröffentlicht, deren Schwerpunkt neben nachhaltigen Produktionsbedingungen und Transparenz auch beim Thema Bienenschutz liegt.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir dauerhaft nur durch verantwortungsvolles Handeln erfolgreich sein können.“ Dieses Zitat aus dem Manifest von Hofers Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ markiert ein wichtiges Motiv, weswegen das Unternehmen sich für eine nachhaltig gestaltete Beschaffung von Produkten in der globalen Lieferkette einsetzt. Entlang der Lieferkette sind, wenn es um die Produktion von Blumen- und Pflanzenprodukten geht, sowohl soziale und ökonomische als auch ökologische Herausforderungen gegeben. So stammen die Topfpflanzen meist aus Europa, Schnittblumen hingegen werden häufig in afrikanischen Ländern produziert, in denen es oft an geregelten Arbeits- und Sozialbedingungen mangelt.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit

Hofer hat im Rahmen seiner Corporate-Responsibility-Grundsätze „Sozialstandards in der Produktion“ Mindestanforderungen festgelegt, die als Handlungsrahmen für sämtliche Lieferanten und Geschäftspartner dienen. In der Pflanzenproduktion geht es auch um Pflanzenschutzmittel, man erwarte von den Lieferanten, dass alle Blumen- und Pflanzenerzeugnisse nach der guten landwirtschaftlichen Praxis (Good Agricultural Practice – GAP) produziert werden: integrierter Pflanzenschutz, Grundwasserschutz, nachhaltige Bodenbewirtschaftung. Die zuletzt genannten Aspekte werden bereits von vielen österreichischen Familienbetrieben berücksichtigt, weshalb Hofer seine Pflanzenprodukte aus solchen regionalen Betrieben bezieht.

Im Fokus der Einkaufspolitik stehen somit vier Bereiche, die bis Ende 2019 vollständig erfüllt werden sollen: Zertifizierungen und Standards, Sozialstandards, Transparenz und Rückverfolgbarkeit sowie Bienenschutz. Konkret bedeutet das, dass alle Blumen- und Pflanzenprodukte bis spätestens Ende 2019 über eine Zertifizierung nach GlobalG.A.P oder einem gleichwertig anerkannten Standard verfügen sollen. Man strebt auch eine Sozialevaluierung an wie beispielsweise das GlobalG.A.P. Modul GRASP.

„Wir freuen uns, dass Hofer seinen Kunden mit Einführung des GGN-Labels künftig die Möglichkeit bieten möchte, den Ursprung seiner Blumen transparent zurückverfolgen zu können“, sagt Kristian Möller, Geschäftsführer von GlobalG.A.P., über die neuesten Bestrebungen von Hofer. „Zugleich eröffnet dies auch den GlobalG.A.P.-zertifizierten Erzeugern die direkte Kommunikation zum Endkunden für eine transparente Darstellung ihres verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen und Arbeitsschutz.“ Weitere Informationen finden sich unter projekt2020.at.
stats