dm drogerie markt: Wieder Sensationsjahr bei ...
 
dm drogerie markt

Wieder Sensationsjahr bei dm

dm/APA Hinterramskogler
Die dm Geschäftsführer Harald Bauer und Hubert Krabichler bei der Wiener Pressekonferenz.© dm/APA Hinterramskogler
Die dm Geschäftsführer Harald Bauer und Hubert Krabichler bei der Wiener Pressekonferenz.© dm/APA Hinterramskogler

Mit 388 Filialen in Österreich hat die Drogeriemarktkette dm im abgeschlossenen Geschäftsjahr per 30. September 2015 einen Rekordumsatz von 801 Millionen Euro (+ 6 %) erwirtschaftet. Gemeinsam mit Deutschland hält der Gesamtkonzern nun bei knapp 9,1 Milliarden Euro Umsatz.

801 Millionen Euro Umsatz und sechs Prozent Steigerung in Österreich machen Dipl. BW Harald Bauer, dm-Geschäftsführer Marketing und Einkauf, zurecht stolz. "In einem stagnierenden Markt freuen wir uns sehr, dass dm erneut sein Wachstum steigern kann." Bereits im Vorjahr legte die Drogeriemarktkette um 5,1 Prozent zu und setzt nun auch heuer ihren Erfolgskurs fort.

Top in den Verbundenen Ländern und im Gesamtkonzern
Auch der dm Teilkonzern Österreich/CEE (Österreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Bulgarien und Mazedonien) entwickelt sich mit einem Plus von 6,5 % (wechselkursbereinigten + 6,7 %) auf 2,05 Mrd. Euro erfreulich. In den nun 1.480 Filialen (plus 38) sind 16.545 Mitarbeiter (plus 699) beschäftigt.
Gemeinsam mit Deutschland hält der Gesamtkonzern bei einem Rekordumsatz von 9,08 Milliarden Euro, über 55.000 Mitarbeitern und mehr als 3.200 Filialen.

Undurchsichtiger Gesamtmarkt
Wie sich der Drogeriefachhandel hierzulande gesamt im Detail entwickelt hat, dazu äußert sich Bauer allerdings nicht. Schwierig sei ein Vergleich mit den Vorjahren deshalb, weil das Nielsen-Universum DFH in der Vergangenheit nur selten vollständig war. Denn außer dm stellte 2014 kein anderer Marktplayer seine Daten der Marktforschung zur Verfügung. Und auch der Vergleich mit 2013 würde hinken, denn damals wurden dm, Bipa und ehemals daily erfasst, wobei letzterer nach seinem Konkurs bekanntlich vom Markt verschwunden ist. Aktuell berichten dm, Bipa und Müller an Nielsen, was zumindest auf einen aussagekräftigen Überblick im kommenden Jahr hoffen lässt. Eine Info zum aktuellen dm-Marktanteil ließ sich Bauer dann aber doch noch entlocken. Dieser liegt im auflaufenden Jahr 2015 bis zur KW 40 bei 42,6 Prozent.

33 Millionen Euro fürs Ladennetz
Unabhängig vom Gesamtmarkt ist dm also nach wie vor auf Wachstumskurs und erreichte das Plus von 6 Prozent annähernd auf bestehender Fläche mit 388 Filialen. "Wir haben im Geschäftsjahr 2014/2015 vier neue Filialen eröffnet und werden auch in den kommenden Jahren in die Qualität und nicht in die Quantität unserer Standorte investieren", so Hubert Krabichler, Geschäftsführer Logistik. Im Geschäftsjahr 2015/2016 pumpt dm allein in Österreich 33 Millionen Euro in das Ladennetz und plant die Modernisierung, Erneuerung und teilweise Vergrößerung von 80 Filialen.

dm Bio kommt an, Eigenmarkenanteil liegt bei 23 Prozent
Ein weiterer Fokus liegt auch in den kommenden Jahren auf der Neuausrichtung des Ernährungssortiments. Anfang April hat die Drogeriemarktkette mit dm Bio ihre 25. Eigenmarke lanciert und macht damit Langzeit- und ehemals Exklusivpartner Alnatura im gefragten Bio-Segment Konkurrenz. Und diese wiederum beflügelt das Geschäft, wie Bauer erklärt: "Unsere Umsätze in diesem Bereich sind signifikant gestiegen. Und zwar sowohl in den Geschäften wo wir durchgehend beide Marken führen als auch in jenen wo wir in einigen Bereichen aus Platzgründen nur eine der beiden Marken führen." Bis Jahresende soll das Portfolio von dm Bio jedenfalls auf rund 200 Artikel aufgestockt werden. Die Partnerschaft mit Alnatura bleibe aber bestehen. "Letztendlich entscheidet der Kunde zu welchem Produkt er greift", so Krabichler. Parallel dazu sollen auch 50 bis 60 Bioprodukte aus österreichischer Produktion einen Platz in den dm Regalen finden. Dass Bio im DFH punkten kann, erklärt Bauer mit der drogistischen Kompetenz, durch die sich dm eben stark vom Lebensmittelhandel abhebt und ein optimales Präsentationsumfeld für hochwertige Bioprodukte bietet. Insgesamt liegt der Eigenmarkenanteil am Umsatz (ohne dm Bio) bei dm derzeit bei rund 23 Prozent.

Wachstum dank Immergünstig-Kampagne
Ebenfalls goutiert wurde von den Verbrauchern die Immergünstig-Kampagne, im Rahmen dieser dm über 3.700 Produkte dauerhaft preisgesenkt hat. "Das ist nur eine von vielen Maßnahmen, um das Vertrauen und die Verbundenheit unserer Stammkunden in ihre Lieblingsdrogerie zu fördern." Auch damit ist es dm bei gleichzetiger Reduktion der Aktionspreise gelungen, die Umsatzentwicklung auf hohem Niveau zu halten.

Online Shop wird weiterentwickelt
Ebenfalls positiv entwickelt sich das Online-Geschäft. Auf der Plattform www.meindm.at, die sich als digitales Schaufenster und verlängertes Regal für Kunden kleinerer Filialen versteht, haben schon über 6,3 Millionen Besucher vorbeigeschaut. Angeboten werden rund 13.000 Artikel, darunter das gesamte nationale Sortiment, Sortimente, die es nur in größeren Filialen gibt sowie 1.000 online-exklusive Produkte. "Der Durchschnittseinkauf fällt online fünf mal höher aus als im stationären Geschäft", erklärt Krabichler, der sich auch über geringe Rücksendequoten von nicht einmal zwei Prozent freut. Umsatzmäßig erwirtschaftet man online bereits das mehrfache eines Filialumsatzes, der aktuell bei 155.000 Euro liegt. "Auch wenn sich online nach wie vor kein Gewinn erwirtschaften lässt, als Serviceleistung ist dieser Kanal nicht mehr wegzudenken", so Krabichler. Um hier am Puls der Zeit zu sein, arbeitet man konsequent an einer Weiterentwicklung des Shops. Die Zustellung in bestimmten Zeitfenstern sowie Click & Collect sind erste konkrete Themen.
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