WIFO: Die Wirtschaft erholt sich
 
WIFO

Die Wirtschaft erholt sich

Markus Spiske - unsplash.com

Seit dem Konjunktur-Tief im April geht es wieder bergauf, doch Risiken gibt es noch immer.

Wie das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) berichtet, zeichnet sich eine Erholung der heimischen Volkswirtschaft ab. Im ersten Quartal des Jahres gab es ein BIP-Minus von 2,4 Prozent, gefolgt im zweiten Quartal von einem Rückgang von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Europaweit waren es im Q2 sogar über 12 Prozent Minus. Besonders die Bereiche Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Lagerei, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie wurden durch den Lockdown stark getroffen, sie machten rund die Hälfte des Rückganges aus.

Im WIFO-Bericht heißt es: "Wenngleich die Unternehmen die aktuelle Lage in Umfragen weiterhin ungünstig einschätzen, haben sich insbesondere die Erwartungsindikatoren verbessert. Die Konjunkturrisiken sind aufgrund des neuerlichen Anstieges der Infektionszahlen zuletzt wieder stärker abwärts gerichtet."
Dem fügt Bericht-Autor Christian Glocker hinzu: "Die Angebotsbeschränkungen und der Nachfrageeinbruch durch den Lockdown hatten eine massive Verringerung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität in vielen Ländern zur Folge. Nach der Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Infektionen wird die Wirtschaftsaktivität in den einzelnen Ländern asynchron wieder aufgenommen. Dies prägt die international unterschiedliche Dynamik."

Das Fazit des Berichtes: Die für die österreichische Volkswirtschaft relevanten Vorlaufindikatoren deuten darauf hin, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung aufgrund der Covid-19-Pandemie im April 2020 einen Tiefpunkt erreichte. Die Umfragedaten deuten auf eine Verbesserung sowohl in der verarbeitenden Industrie als auch im Dienstleistungssektor seit Mai hin. Während die Unternehmenserwartungen aufwärts gerichtet sind, wird die aktuelle Lage noch überwiegend pessimistisch beurteilt.
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