Nielsen: Wille zum Umweltschutz sinkt
 
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Wille zum Umweltschutz sinkt

Eine internationale Nielsen-Umfrage unter rund 28.000 Internet-Usern in 54 Ländern hat ergeben, dass die Menschen derzeit offenbar andere Sorgen als den Klimaschutz haben.

In Österreich machen sich etwa 66 Prozent der Befragten Sorgen um die Umwelt - im internationalen Vergleich liegt Österreich damit im unteren Drittel. Weltweit machen sich mehr als drei Viertel (78 %) der Studien-Teilnehmer Sorgen um die Umwelt, in Europa sind es 71 Prozent.

Die größten Sorgen macht den Österreichern die Luftverschmutzung (92 %), gefolgt von Klimawandel (86 %) sowie die Verschmutzung des Wassers und die Verwendung von Pestiziden (jeweils 82 %). Die Untersuchung kam außerdem zu dem Ergebnis, dass der Wille des Einzelnen zum persönlichen Engagement sinkt, hingegen der Staat vergleichsweise stärker in die Pflicht genommen wird. Während vor zwei Jahren noch 40 Prozent der österreichischen Konsumenten meinten, dass die Menschen im Interesse der Umwelt nach Möglichkeit regionale Produkte kaufen sollten, vertreten mittlerweile nur noch 29 Prozent diese Ansicht. Beim Einsatz von Energiesparlampen oder energieeffizienten Geräten ist die Zustimmung in Österreich um fast die Hälfte auf nunmehr neun Prozent gesunken. Dieser sinkende Wille zum Umweltschutz wird einerseits auf die Wirtschaftskrise zurückgeführt, andererseits könnten etwa die staatlich verordneten Energiesparlampen dazu geführt haben, dass sich die Konsumenten bei diesem Thema weniger in der Verantwortung sehen. Der Klimagipfel in Kopenhagen wird das Thema Klimaschutz aber wohl wieder fester im Bewusstsein der Menschen verankern. 
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