Willys Wochenrückblick: Vom Welpenbonus, Lock...
 
Willys Wochenrückblick

Vom Welpenbonus, Lockdownhund und Trottelkraut

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Mein nachösterlicher Musiktipp bezieht sich diesmal auf den Schlußgedanken meiner Kolumne: Georg Danzer mit seinem legendären „Jö schau!“.

Nein, Sie müssen meine Kolumne jetzt nicht unbeding weiterlesen. Sie können sie auch auf die Ohren haben. Horchen Sie einfach zu!

Ich verstehe die Aufregung rund um die Postenschacherei in Sachen Thomas Schmid und ÖBAG nicht. Wir tun gerade so, als ob das was Neues wär, als ob es die jobzuteilende Freunderlwirtschaft vorher nie gegeben hätte. Kurz‘ Problem ist halt, dass die betroffenen Herren des SMS-Löschens nicht mächtig sind und wenn doch, dass sie nicht bedacht haben, die Cloud ist immer und überall. Klassisches Kurzstreckendenken halt, wie so oft.

Apropos. Scheinbar scheint nun auch international der Welpenbonus zu Ende zu gehen, denn die anderen EU-Staatschefs beginnen bereits mit massiven Rüffel dem Problembasti die Löffel noch länger als sie ohnehin schon sind, zu ziehen. Wobei die Sache mit den Impfkontingenten nur der Auslöser für die internationalen Reaktionen war, bei uns daheim köchelt ein ziemlich reichhaltiger Eintopf mit allerhand Gründen zum Basti-Bashing. Allerdings, und das kann man durchaus auch wie Weidevieh auf die Phänomenwiese treiben, sind die türkisen Fans die wahrscheinlich treuesten von allen. An denen gehen alle Hoppalas und Illegalitäten spurlos vorüber. Was bei den Grünen definitiv nicht so ist. Denn Kogler und Anschober werden momentan nicht einmal mehr wahr- geschweige denn ernstgenommen. Kogler, weil er sich dionysosartig in seinem Weinfass verkrochen hat und Anschober, weil er als sichtlich Geschwächter permanent den harten Lockdownhund geben will und dabei Angst vor seinem eigenen Gebell hat. "Rudi fass!" bewirkt also genau das Gegenteil, wobei wir wieder beim Dionysos wären, der ja bekanntlich nicht nur Gott des Weines war, sondern auch Gott des Wahnsinns.

Stichwort Wahnsinn. Ob militante Maskenverweigerer so wie wir normale Lebensmittel zu sich nehmen oder doch wesensverändernde Substanzen wie rauchbares Trottelkraut oder Idiotenshots zum Saufen, kann ich nicht beurteilen, aber das definitiv überhandnehmende Aggressionspotenzial allen Aufmerksammachern gegenüber, dass man doch bitte die Maske aufsetzen möge, macht mir echt Sorgen. Die Vorfälle in der Paschinger PlusCity, beim Tichy am Reumannplatz und in einer Berliner Bäckerei in der Karwoche sind da nur einige wenige Beispiele. Kann gut sein, dass nämlich einige bald den Begriff Aufrüstung für Handelsangestellte in den Mund nehmen. So frei nach den Motti „It‘s höchste time O‘Glock“ oder StarTrek-nahe „Taser auf Betäubung!“

Aber vielleicht wird sich die FFP2-Maske in unserer zivilisierten Gesellschaft im Laufe der nächsten Jahrzehnte genau so etablieren wie seinerzeit das Gewand und wir werden ohne sie überhaupt nirgends mehr hingehen können. Wir werden sie alleine daheim tragen, im Auto und im Swimmingpool, die Modewelt wird sie in ihre Kollektionen integrieren und die FKK-Zonen dieser Welt bleiben auch dafür textilfreie Ausnahmen. Ach ja, wer dann ohne Maske gesichtet wird, gilt dann bereits als „Nockabatzl“. So schauzaus.

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