Willys Wochenrückblick: Von Kältetelefonen, P...
 
Willys Wochenrückblick

Von Kältetelefonen, Partnerländern und Friseurbesuchen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Ich mag auch heute wieder mit einem guten Stück Musik beginnen. Weil nach wie vor alle geschlossen halten müssen und weil er diese Tage seinen zehnjährigen Todestag beging - „Das kleine Beisl“ von Peter Alexander. Eine kleine Erinnerung an frühere Zeiten.

Wie flexibel und anpassungsfähig das Wetter ist, zeigt es mit der gnadenlosen Kälteanpassung an die Regierungsherzen, denen es nach wie vor völlig wurscht ist, ob bestens integrierte Kinder in für sie völlig unbekannte Länder abgeschoben werden oder die Menschen auf Lesbos unter wahrlich unzumutbaren Bedingungen dahinvegetieren, obzwar bei uns für sie jede Menge Platz wäre. Oder ist einfach nur das politische Kältetelefon gemeinsam mit dem menschlichen eingefroren? Wahrscheinlich sehnen die Hauptakteure Kurz und Nehammer schon seit längerem den Frühling ins Land, auf dass dieser mit steigenden Temperaturen viele Problem an ihrer statt von selber löst. So zum Beispiel auch die stetige Doktrin der Tiroler Wintertourismuslobby die Schigebiete und somit auch die Lifte und Bergbahnen in jedem Fall offen halten zu müssen - Abschottung hin oder her, die Rülpser aus Wien haben im heiligen Land ohnehin noch nie jemanden gejuckt. Jene aus Bayern jedoch sehr wohl, darum droht Platter dem Söder auch ziemlich massiv mit seinem Fäustchen, in das er insgeheim lacht. Nehammer greift da schon zu ganz anderen Mitteln. Wie mans von ihm gewohnt ist, tobt und bitzelt er wie weiland Rumpel das Stilzchen.

Irgendwie zum Lachen, um nicht zu sagen lächerlich, ist auch der ÖVP- und Blümel-Rundumschlag nach der Hausdurchsuchung geworden, alle zu klagen, die behaupten, die schwarztürkisen haben jemals irgendwelche Gelder angenommen. Und ja, sie haben auch den Begriff illegale Parteispenden verwendet. So was Absurdes aber auch.

Etwas absurd mutet aber auch ein Termin beim Friseur oder bei der Fußpflege an, sofern man einen ergattert. Wobei, eigentlich sind es ja jeweils zwei Termine, denn maximal 48 Stunden vorher braucht man noch einen Testtermin, sonst wirds nix mit dem Zehennägelschneiden, dürfen sich diese also weiter aufrollen, wie es die Natur halt vorsieht. Was bleibt ist die Erkenntnis dass ein präventiver Folgetermin zum ultimativen Lockendown für viele Berufstätige wahrlich keine leichte Übung ist. Da haben die Kollegen mit Glatze einen echten Wettbewerbsvorteil.

Schön ist auch, wenn der 14. Februar zum Valensonntag mutiert, weil dadurch die meisten schenkungsfaulen Männlein eine wunderbare Ausrede geliefert bekommen, dass sonntags leider alles geschlossen habe. Und die Sache mit der Möglichkeit auf Onlineshops zuzugreifen, muss sich ja wirklich noch nicht bis in die letzte Gehirnwindung durchgesprochen haben.

Apropos Gehirnwindung. Aus Südafrika kommen angeblich ziemlich intensive Einladungen an das Land Tirol, als Golf-Partner-Bundesland zur Verfügung zu stehen. Platter ziert sich zwar noch ein bisserl, aber die Chancen stehen gut, sehr gut sogar. Das wird aber dann ein richtiger Rülpser, nicht so ein halbherziges Bäuerchen aus Wien. Wohl bekomms.

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