Willys Wochenrückblick: Von Abstaubern, Blind...
 
Willys Wochenrückblick

Von Abstaubern, Blindverkostern und Lügenbaronen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Weil in der verwichenen Woche Andre Heller seinen 75er und Wolfgang Ambros seinen 70er hatten, ein gemeinsames Lied als Musiktipp gegen das Altern. „Für immer jung“, Musik von Bob Dylan, Text von W. Ambros, ein Mitschnitt von einem gemeinsamen Konzert Ambros-Heller aus dem Jahre 1982. Enjoy!

Sehr interessant finde ich die momentan gerade seuchenartige Expansion der Panik vor leeren Regalen in unseren Supermärkten. Ich sehe das eher pragmatisch und als gute Gelegenheit zum Staubwischen. Allerdings, die Abhängigkeit von uns Österreichern von ausländischen Lebensmitteln macht mir schon große Sorgen. Zumal wir definitiv das Zeugs dazu hätten so etwas wie perfekte Austriarkie zu demonstrieren.

Aber vielleicht gehts uns bald genau so wie dem englischen Ex-Gesundheitsminister Alan Johnson, der von der Queen Hundekekse serviert bekam. Die ihm angeblich sehr gut gemundet haben sollen. Was ich persönlich durchaus bestätigen kann. Bei einer seinerzeitigen Blindverkostung von Dosenthunfisch ging auch Sheba als klarer Sieger hervor.

Bei den unzähligen Arten und Weisen der leidenden Bevölkerung in und aus der Ukraine zu helfen hat sich „Trinken gegen den Krieg“ am beliebtesten entpuppt. Zumindest bei uns in Österreich. Da mussten wir nämlich am Allerwenigsten unsere Gewohnheiten ändern. Und plötzlich ist die ganze Sauferei auch noch für einen guten Zweck.

Schön war auch das Benefizkonzert für die Ukraine am Samstag im Happelstadion. Nur den Schlussact hätte man sich sparen können. John Lennons „Imagine“ kollektiv dermaßen zu versemmeln und zum jämmerlichen Gejaule verkommen zu lassen, ist auch schon wieder Kunst. Hätte man doch nur Ina Regen mit ihrem Klavier solieren lassen. Wurscht, der Zweck heiligt die Mittel, viel Geld wurde gesammelt und das zählt.

Womit wir bei Russlands Aussenminister und Lügenbaron Lawrowhausen wären, der mit der Wahrheit umgeht wie mit vergiftetem Fisch - nur nicht anrühren.

Nur nicht anrühren scheint auch das Motto von Ministerin Schramböck zu lauten. Zumindest was Fettnäpfchen betrifft. Sie greift lieber zur Ganzkörperfriteuse, was beim Kaufhaus Österreich bereits bestens funktioniert hat, wird jetzt bei ID Austria statt der Handy-Signatur nicht anders sein wird.

Apropos Vorstadtweiber. Heute vor einer Woche die letzten beiden Folgen der allerletzten Staffel. Schade irgendwie, dass das dallasieske Intrigantenstadl mit einem kitschigen Musical-Fadeout endete. Da hatte der ansonsten so geniale Autor Uli Bree unter Umständen mit einem Hackerangriff zu kämpfen.

Ähnlich wie die Glocken des Wiener Stephansdoms, wie der Faber Toni behauptet. Dass ihm da sein Chef höchstpersönlich etwas mitteilen wollte, braucht ja niemand zu wissen.

Und noch was: Der Herr mit dem Schweineherz ist zwei Monate nach der OP gestorben. Bitte nexte Mal Löwenherz! Und: Venedig braucht dringend Wasser. Oder Seilbahngondeln. Schönen Frühling und wie sagte Marco Wanda am Samstag so schön? Sorgt für mehr Amore!

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